Landesinfos Costa Rica

"Educación" wird in Costa Rica großgeschrieben. Bildung nimmt das costaricanische
Volk sehr ernst. Die Schulbildung ist obligatorisch und kostenlos und wird
vom Staat finanziert. Die Alphabetisierungsrate liegt bei 95,2 und ist damit
eine der höchsten weltweit. Fast jeder Costa-Ricaner spricht eine zweite Sprache.
Neben 185 Jahre Demokratie und einem guten Bildungssystem hat Costa Rica ein
hervorragendes Gesundheitssystem.
Rund 27 % der Fläche Costa Ricas stehen unter Naturschutz. In dem 1969
erlassenen Gesetz zur Erhaltung des Waldes wurde Santa Rosa im Nordwesten
des Landes an der Pazifikküste als erster Nationalpark eingerichtet.
Gleichzeitig wurde eine Nationalparkverwaltung geschaffen, die aber zunächst
weder genügend finanzielle Mittel noch Personal besaß, um den Park
wirksam gegen Bauern und Neusiedler zu schützen. Der Privatinitiative
Einzelner (siehe: Regenwald der Österreicher) ist es zu danken, dass
inzwischen die Situation deutlich besser geworden ist. Mehr als 20 Nationalparks
gibt es über das Land verstreut mit ganz unterschiedlichen charakteristischen
Merkmalen.
Der Natur- und Waldschutz wird in Costa Rica inzwischen als wichtiger Bestandteil
der staatlichen Umweltpolitik angesehen, so dass sich große Flächen
des einst stark dezimierten Regenwaldes erholen konnten. Hatten Holzfäller
in den 1970er und 1980er Jahren rund 80 Prozent des costa-ricanischen Regenwaldes
gerodet, ist heute wieder mehr als 50 Prozent des Landes von Wald bewachsen.
Zum Schutz des Waldes setzt Costa Rica erfolgreich auf den Ökotourismus.
So geben rund 1,5 Millionen Touristen jährlich fast 1,5 Milliarden Dollar
für einen Besuch der Regenwälder und anderer ökologischer Ziele
Costa Ricas aus.

Vor Puerto Viejo befindet sich der Nationalpark Cahuita mit Vögeln, Schlangen,
Echsen und Schmetterlingen. In den Baumwipfeln findet man Mantel-Brüllaffen.
Auf der küstennahen Strecke in Richtung Manzanillo herrscht in den meisten
Abschnitten dichter Wald. Im Tierschutzgebiet Gandoca Manzanillo sind Pflanzen,
Meer und Tiere geschützt. Auf der Strecke bewegen sich Tukane, Faultiere
und Herden von Affen mit kräftigem Greifschwanz, die sich von Blättern
ernähren. Ebenfalls häufig in diesem Teil Costa-Ricas sind Weißgesichts-Kapuzineraffen.
Die seltenen Rotrücken-Totenkopfäffchen hingegen können nur noch
im südpazifischen Raum Costa-Ricas, z.B. in den Nationalparks Manuel Antonio
und Corcovado, beobachtet werden. Die vierte Affenart Costa-Ricas, der Geoffroy-Klammeraffe,
bevorzugt dichte Waldgebiete und ernährt sich von Insekten und kleinen
Früchten. In bewohnten Gegenden können Rabengeier beobachtet werden,
die von den kleineren Nicaragua-Krähen im Flug vertrieben werden, wenn
sie ihr Revier kreuzen.
Allgemeine Informationen

Größe des Landes: 51.100 km²
(vergleichbar mit Niedersachsen)
Einwohnerzahl: 4,4 Millionen
Hauptstadt: San José (339.590 Einwohner; Großraum: 2,4 Mio.)
Religion: christlich (76,7 % römisch-katholisch, 13,7 % Protestanten).
Die römisch-katholische Konfession ist Staatsreligion des Landes.
Staatsform: Präsidialregierung
Währung: 1 Euro = 688 Colónes (November 2010)
Sprache: Spanisch
Telefonvorwahl: +506