Landesinfos Ecuador


Ecuador ist eine Republik im Nordwesten Südamerikas und liegt zwischen Kolumbien und Peru. Mit seinen 14 Millionen Einwohnern gehört Ecuador eher zu den kleineren Ländern dieser Welt.

Die im Andenhochland (Sierra) auf 2.850 m gelegene Hauptstadt heißt Quito; die größte Stadt Guayaquil liegt in der Pazifikküsten-Ebene (genannt Costa).

Das Land ist nach der Äquatorlinie benannt, die durch das Staatsgebiet verläuft, wobei sich der Großteil des Landes in der südlichen Hemisphäre befindet. Die Galápagos-Inseln befinden sich etwa 1.000 km westlich der Küste im Pazifik.





Quito hat ca. 1,5 Millionen Einwohner. Aufgrund der vielen barocken Bauten aus der spanischen Kolonialzeit, hat die Hauptstadt Quito einen ganz besonderen Charme. Die Altstadt von Quito ist daher auch als weltweit erste Stadt zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt worden. Neben einem sehr aktiven Straßenleben mit Cafés, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten, findet man zahlreiche Museen und Sehenswürdigkeiten. Rund 20 Kilometer von Quito entfernt verläuft der Äquator – dort kannst du auf der „Mitte der Welt“ auf beiden Erdhalbkugeln gleichzeitig stehen.

Das Klima in Quito ist wechselhaft mit recht konstanten Temperaturen über das Jahr. Meist liegen die Tagestemperaturen zwischen 18 und 21° Celsius, weshalb Quito auch „Stadt des ewigen Frühlings“ genannt wird.





:: Bevölkerung und ethnische Volksgruppen

Die ethnische Zusammensetzung Ecuadors ist äußerst vielfältig und nur schwer zusammenzufassen. Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass der Großteil der Bevölkerung indigenen Ursprungs ist: Mit fast 40 Prozent stellen die so genannten Mestizen den größten Teil der Bevölkerung dar; sie haben sowohl indianische als auch europäische, vorwiegend spanische, Vorfahren. Rund 35 Prozent der Bevölkerung Ecuadors sind Indianer bzw. Indígenas, die sich wiederum aus mehreren Sprach- und Volksgruppen zusammensetzen. Die größte Sprachgruppe bilden dabei die Kitchwa-Indígenas des Andenhochlands. Weiße sowie auch Menschen mit afrikanischen Wurzeln, deren Vorfahren einst von den Spaniern als Sklaven ins Land gebracht wurden, zählen in Ecuador zu den ethnischen Minderheiten.


:: Flora & Fauna

Ecuador gilt als Land mit der weltweit größten Artenvielfalt und das sowohl im Bereich der Pflanzen- als auch der Tierwelt. So leben in Ecuador allein mehr als 1500 verschiedene Vogelarten. Von den größten Vögeln, dem Kondor und dem Albatross, bis hin zum kleinsten, dem Kolibri, sind alle Größenarten vertreten. Auf den Galápagos-Inseln kann man Flamingos und sogar Pinguine sehen – letztere sind die Einzigen ihrer Art, die man in den Tropen antreffen kann.
Auch vom aussterben bedrohte Tierarten wie der Brillenbär, der Bergtapir und der Jaguar sind in Ecuador beheimatet.
Weltberühmt für ihre einzigartige Tierwelt sind die Galápagos-Inseln. Hier lebt unter anderem die Galápagos-Riesenlandschildkröte. Es wird gemunkelt, einzelne dieser gemütlichen Riesen seien so alt, dass sie bereits mit dem Naturforscher Charles Darwin die Wege kreuzten. Auch Landleguane, Meerechsen und einzigartige Vogelarten, wie der Blaufußtölpel, der flugunfähige Galápagos-Kormoran oder die berühmten Darwin-Finken zählen ebenfalls mit zu den Einwohnern dieses weltweit einzigartigen Ökosystems.


:: Religion

Die Bevölkerung Ecuadors ist überwiegend christlich: Rund 90 % der Einheimischen sind katholisch mit derzeit leicht abnehmender Tendenz zugunsten der Protestanten. Die römisch-katholische Kirche Ecuadors gilt als eine der konservativsten in ganz Lateinamerika. Auch verschiedene Naturreligionen und Sekten sind im Land vereinzelt anzutreffen.


:: Sprache

In Ecuador ist Spanisch seit dem 16. Jahrhundert und der Eroberung des Landes durch die Spanier die offizielle Landessprache; es handelt sich dabei um eine lateinamerikanische Variation der kastilischen Sprache, welche auch mit guten Spanischkenntnissen für Europäer nicht immer ganz einfach zu verstehen ist.
Zweisprachigkeit ist in Ecuador nichts Ungewöhnliches. Neben Spanisch sind auch viele indigene Sprachen in Ecuador noch weit verbreitet. So sprechen viel der Ureinwohner neben Spanisch auch Kichwa, welches mit dem in Peru gesprochenen Quechua nahe verwandt ist und einst durch die Inka im 15. Jahrhundert nach Ecuador gebracht wurde.