6 Tipps, die dir helfen, deine Komfortzone zu verlassen

Kennst du das? Dieses Gefühl, wenn du etwas besonderes, aufregendes, verrücktes, neues oder anderes tust? Deine Komfortzone verlässt und über dich hinauswächst. Über seinen Schatten zu springen ist allerdings nicht immer leicht. Da wir bei AIFS jedes Jahr tausende junge Menschen aus ihrer Komfortzone ins Abenteuer Ausland begleiten, sind wir gewissermaßen Spezialisten auf diesem Gebiet. In diesem Beitrag erfährst du was „Komfortzone“ eigentlich bedeutet, warum du sie verlassen solltest und Tipps wie du dort rauskommst.

Komfortzone – Was ist das?

Deine Komfortzone ist der Bereich deines Lebens, in dem du dich auskennst, dich sicher und geborgen fühlst und mit allem was so um dich rum passiert vertraut bist, kurz: Alltag und Routine. Klingt an sich nicht falsch, allerdings ist dies auch der Bereich, in dem du nichts neues und aufregendes entdeckst, nicht über deine Grenzen hinaus gehst. Du hältst an bestehendem fest und bleibst von „anderen“, neuen Erfahrungen fern. Die Gefahr daran: je länger man drin bleibt, desto bequemer wird man. Die Gründe dafür können unterschiedlich sein: die Angst vor dem Ungewissen, schlichtweg Faulheit oder die Sorge, dass man etwas ausprobiert und dann frustriert ist, weil es nicht gefallen könnte.

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Warum du sie verlassen solltest

Nehmen wir mal mich als Beispiel. Bis zur 13. Klasse habe ich meine gesamte Schulzeit darüber nachgedacht, ob ich nicht mal für eine längere Zeit ins Ausland gehen sollte. Work & Travel, Freiwilligenprojekte, einfach nur rumreisen, egal was. Die Möglichkeiten sind heutzutage ja quasi unendlich. Die Zeit verging und plötzlich war das Abi rum. Man meint, man hätte ewig Zeit, einer nach dem anderen um dich rum bricht auf, Australien, Neuseeland, Kanada, Thailand. Das einzige was sich bei mir geändert hat, waren die Ausreden, wieso ich nicht weg kann. Geld, Familie, Studium ist vooooll wichtig. Also Studium, statt Ausland. Nach etwa einem Jahr fing ich an nebenbei bei AIFS im Bonner Büro zu arbeiten. Da sitz ich nun, höre die spannenden Stories der Teilnehmer, umgeben von Kollegen die fast alle selbst im Ausland waren und bereue Tag für Tag mehr, dass ich die Chance nach dem Abi aufzubrechen, nicht genutzt habe, sondern lieber in meiner Komfortzone nach Ausreden gesucht habe nicht zu gehen. Ich habe quasi live gesehen, was ich alles verpasse und das hat mir die Augen geöffnet. Ich wusste, ich muss etwas ändern und das tat ich.

Diesen Beitrag schreibe ich gerade aus Georgien („Hä, wo is das denn?“ -> Google), knapp 3500 Kilometer entfernt von Zuhause. In meinem Studienplan ist ein Semester Pflichtpraktikum enthalten und ich bekam die Möglichkeit, dieses in einem Frachthafen in Georgien zu machen. Wieder die Entscheidung: In Deutschland bleiben oder die Chance nutzen ins Ausland zu gehen? Wieder dieselben Zweifel… reicht das Geld, die Freundin bleibt alleine, ganz andere Umgebung usw. Ich wusste aber, ich würde es für immer bereuen, die Chance verpasst zu haben. Jetzt neigt sich meine Zeit hier dem Ende zu und ich weiß jetzt schon, es war wohl die beste Entscheidung, die ich in meinem Leben getroffen habe. Ich habe wundervolle Menschen kennengelernt, Landschaften gesehen, deren Schönheit kein Künstler einfangen könnte und eine Menge über mich selbst gelernt. Ich bin raus aus der Komfortzone, rein ins Ungewisse und komme zurück mit einem größeren, reiferen, besseren Ich. Nächster Stopp nach meinem Studium: Ein Jahr lang Work & Travel in Neuseeland.

Ich bin nur ein Beispiel von vielen. Jeden Tag erreichen uns Rückmeldungen von unseren Teilnehmern oder deren Eltern. Im Großen und Ganzen haben sie alle eines gemeinsam: Jeder, der ins Ausland geht, verändert sich, wird selbstständiger, lernt eine andere Sprache auch wirklich sprechen zu können, wird reifer.

 

6 Tipps, die dir helfen, deine Komfortzone zu verlassen

1. Worst-Case-Szenario

Überlege mal, was das aller aller aller schlimmste ist, was dir passieren kann, wenn du diese neue Sache ausprobierst. Danach überlegst du dir, ist das überhaupt so schlimm? Viele „Probleme“ erübrigen sich dadurch schnell.

2. Best-Case-Szenario

Punkt 1 nur andersrum. Was ist das Beste, was dir passieren kann? Willst du dir diese Chance wirklich verspielen, indem du es einfach nicht versuchst? Mach dir klar, was du verpassen könntest und du wirst es versuchen wollen.

3. Schreibs auf

Mach deinen Kopf frei von den Gedanken an etwas, was du mal tun willst, indem du es aufschreibst. Schwarz auf weiß. Ein Blatt Papier, welches du irgendwo hinhängst, wo du es immer wieder siehst und an deinen Wunsch erinnert wirst.

4. Setz dir eine Deadline

Lege für dich fest, bis zu welchem Zeitpunkt du diese neue Sache getan haben willst. Am besten schreibst du direkt dazu, was du vorher erledigt haben musst. Du bist in der 11. Klasse und weißt, dass du nach dem Abi nach Australien abhauen willst? Schreib den Monat auf, in dem du los willst und überlege dir, was du alles brauchst. Ab diesem Moment kannst du auf dein Ziel hinarbeiten, Geld sparen, die Großeltern anpumpen und und und.

5. Erzähls einem Freund

Vielleicht bist du nicht der einzige, der eine Idee mit sich rumträgt, sie aber nicht verwirklicht. Sprich mit Freunden darüber, eventuell findet sich jemand, der dasselbe vor hat und ihr könnt euch zusammentun.

6. Mach langsam

Falls du etwas sehr sehr ambitioniertes vor hast, solltest du in kleineren Schritten vorgehen, um nicht frustriert zu sein, falls es nicht klappt. Mal eben den Mount Everest besteigen, wird sicher keiner schaffen, also mach langsam und taste dich ran.

Was schiebst du schon ewig vor dir her und noch viel wichtiger, warum tust dus nicht einfach? Beim Thema Ausland können wir dir sicher weiterhelfen. Informier dich auf unserer Webseite, schreib uns ne Mail oder ruf an. Wir sind mit Rat und Tat zur Stelle!

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