Tamara, Au Pair in Upper Manhattan (New York)

Tamara verbringt ihr Au Pair Jahr mitten in New York City. Wie es sich in der ‚Stadt die niemals schläft‘ so lebt und wie sie den ‚Big City Lifestyle‘ so meistert, erzählt sie im folgenden Beitrag.

Das bin ich

Mein Name ist Tamara und ich komme aus der Nähe von Linz. Nachdem ich 2016 maturiert habe, suchte ich nach etwas, um dem Schul- und Lernstress eine Zeit lang zu entkommen. Ich war damals schon von der englischen Sprache fasziniert und wollte unbedingt ins Ausland. Da ich gerne Zeit mit Kindern verbringe und darin auch schon Erfahrung hatte, war ich begeistert, als mir meine Freundin von dem Au Pair Programm erzählte. Obwohl der Gedanke, für ein ganzes Jahr in einem fremden Land, bei einer fremden Familie zu leben, ziemlich unheimlich war, überwog letztendlich meine Neugierde und ich schickte meine Bewerbung ab. Wie das Schicksal es so wollte, erzählte mir mein Onkel von einem seiner Studienfreunde, der in New York City mit seinem, damals noch, siebenjährigen Sohn lebt. Daraufhin haben wir Kontakt aufgenommen und nur wenige Monate später, saß ich im Flugzeug auf dem Weg in die wohl berühmteste Stadt der Welt.

Upper Manhattan, New York

Unsere Wohnung ist in Manhattan und liegt somit im Herzen von New York City. Der Stadtteil in dem ich wohne heißt ‚Washington Heights‘ und liegt im nördlichen Teil der Insel, auch ‚Uptown‘ oder ‚Upper Manhattan‘ genannt. Wir wohnen in einer relativ großen Altbauwohnung, mit drei Schlafzimmern, einem großen Esszimmer und Wohnzimmer, einer kleinen Küche und einem Bad. Mein Zimmer ist relativ geräumig und ich habe ein großes Bett. Obwohl ich mein Zimmer liebe, kann es nachts oft sehr laut sein, da regelmäßig die Müllabfuhr, Rettung, Feuerwehr oder Polizei mit laufenden Sirenen vorbeifahren.

Hier ist es toll, weil …

Hier erlebe ich den ‚New York City Lifestyle‘ sozusagen hautnah mit. Überall wo man hinschaut, sieht man Straßenkünstler, Touristen und Geschäftsleute, aber leider auch sehr viele Obdachlose und Bettler. Wenn man Glück hat, trifft man auch mal auf einen bekannten Schauspieler oder Sänger. Doch meistens geht jeder eilig seines Weges und nur wenige achten auf ihr Rundherum. „Die Stadt, die niemals Schläft“, ist eine ziemlich treffende Beschreibung, da viele Shops und Geschäfte rund um die Uhr geöffnet haben und man selbst um drei Uhr nachts noch auf halbvolle U-Bahn-Abteile trifft. Hier kann sich jeder ausleben wie er will. Egal ob man im Pyjama, Ballkleid oder Cosplay durch die Stadt läuft, die meisten Leute werden keinen zweiten Blick darauf verschwenden. Auch wenn es vielleicht manchmal nicht den Anschein hat, sind die meisten New Yorker sehr hilfsbereit und man sollte sich nicht davor scheuen, jemanden nach dem Weg zu fragen.

New York ist eine Stadt, die man entweder liebt oder hasst, aber jeder findet wahrscheinlich irgendetwas, was ihm hier gefällt. Man kann in den unzähligen Malls und Einkaufsstraßen shoppen gehen, durch die Straßen spazieren und die Hochhäuser und Gebäude bewundern, eine Tour durch die vielen verschiedenen Restaurants und Märkte machen, Konzerte besuchen und (wenn man über 21 ist) in einem der Clubs und Rooftop-Bars feiern gehen. Wenn man eine Auszeit von dem stressigen Stadtleben will, kann ich einen Spaziergang durch einen der wunderschönen Parks, vor allem natürlich Central Park oder auch Riverside Park, empfehlen. Im Sommer gibt es außerdem die Möglichkeit nach Governors Island zu fahren. Das ist eine kleine, ruhige Insel nahe der Südspitze von Manhattan. Von dort aus hat man eine tolle Aussicht auf die Skyline und es ist auch ein guter Ort für einen Ausflug mit Kindern.

Wenn ich frei habe oder Niki, mein Gastkind, in der Schule ist, treffe ich mich meistens mit Freunden, gehe spazieren oder entspanne Zuhause mit einer guten Netflix-Serie. Hin und wieder gehe ich auch ins Fitnessstudio, das hier ganz in der Nähe ist. Wenn ich mit meinen Freunden unterwegs bin, gehen wir meistens essen, laufen durch die Stadt, besuchen Museen, gehen shoppen oder zum Central Park.

Bei den Clustermeetings sind wir unter anderem schon zu einem Baseballspiel gegangen, haben das ‚Rockettes Christmas Spectacular‘ angeschaut oder sind mit der Fähre nach Staten Island gefahren. Wir haben uns auch schon einmal im Apartment unserer LCC getroffen, wo wir einfach gequatscht und gegessen haben.

Hier noch ein paar wichtige Überlebenstipps für New York:
– Man kommt mit der Subway und zu Fuß eigentlich überall hin. Vom Autofahren würde ich hier eher abraten. Wenn man keine Lust hat sich in die volle U-Bahn zu quetschen, kann man auch eines der unzähligen gelben Taxis nehmen.
– Es kann im Sommer sehr heiß werden, aber im Winter auch richtig kalt. Eine gute Winterjacke ist deshalb ein Muss!
– Wer keine großen Menschenmassen mag, sollte den Times Square am Wochenende, vor allem im Sommer, meiden.
– Die meisten Museen und öffentliche Anlagen (z.B. der Bronx Zoo & der Botanische Garten) haben entweder bestimmte Wochentage, an denen es freien Eintritt gibt, oder einen frei wählbaren Eintrittspreis (das beginnt schon bei nur 1$). Am besten informiert man sich vorher im Internet.
– Wer gerne Shoppen geht, sollte Geduld haben. Es gibt über das Jahr verteilt unzählige Sales und Rabatte bei denen man echte Schnäppchen finden kann. Auch mit Bonus- oder Sammelkarten kann man einiges sparen.
– Es gibt auch immer wieder gratis Events und Konzerte. Man muss nur rechtzeitig (meistens ein paar Stunden früher) hinkommen.

Mein Tipp an zukünftige Au Pairs

New York, The Big Apple, The city that never sleeps, … die Stadt mit den vielen Namen und unzähligen Geschichten. Für mich ist sie hauptsächlich eines: Ein zweites Zuhause!
Auch wenn es nicht immer einfach war, bin ich unheimlich froh, dieses Jahr gemacht zu haben und ich hoffe, dass jeder so eine schöne Zeit hier verbringt wie ich.

Liebe Grüße,
Tamara

Eislaufen im Bryant Park

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