Laura Kamhuber, Au Pair in Bellevue (Washington)

Das bin ich

Hallo!

Mein Name ist Laura Kamhuber, ich bin 19 Jahre alt und komme aus einem kleinen Dorf im nördlichen Niederösterreich. Seit nun schon 7 Monaten wohne ich aber in Bellevue, einem Vorort von Seattle im Bundesstaat Washington.

Ich bin sehr familienorientiert, war auch früher nie gerne auf Klassenfahrten mit dabei, weil ich ungern von meiner Familie getrennt war. Ich glaube, das ist der Grund, warum alle so überrascht waren, als ich plötzlich davon geredet habe, dass ich Au Pair in Amerika werden möchte. Vom Au Pair-Programm habe ich durch meine ältere Cousine erfahren. Sie war vor 8 Jahren als Au Pair in den USA, auch mit AIFS. Seitdem ging mir diese Idee, das zu machen, nicht mehr aus dem Kopf.

Bellevue, Washington

Die Vereinigten Staaten von Amerika hatten immer einen gewissen Reiz für mich. Die USA sind in Europa durch News, Filme und Serien total präsent. Ich war interessiert an dem „echten“ Leben dort. Wie so ein typischer Alltag in einer amerikanischen Familie aussieht, zum Beispiel.

Ich habe schon immer gerne mit Kindern gearbeitet und ich wollte die Welt sehen. Zwei weitere Gründe, warum ich mich schließlich entschieden habe, nach Amerika zu gehen. Und ich bereue nichts! Ich lebe in einer wundervollen Gastfamilie mit einem 9-jährigen Gastmädchen. Die Arbeit mit meinem Hostkid ist unglaublich entspannt und auch das Verhältnis zu meinen Gasteltern ist mehr als gut. Ich habe ein tolles Zimmer und sogar ein Auto nur für mich. Ich habe relativ schnell mit meiner Gastfamilie gematcht. Der Matching-Prozess war eine sehr stressige Zeit für mich, einfach weil ich mir selbst so einen Druck gemacht habe. Im Endeffekt habe ich aber das einzig Richtige getan, nämlich aus dem Bauch heraus entschieden.

Hier ist es toll, weil …

Die Gegend in der ich lebe, ist wunderschön. Es ist zwar eine Stadt, aber die Nachbarschaft ist sehr ländlich. Es gibt hier viele Au Pairs und noch mehr Dinge zu tun. Generell hat Washington State eine wunderschöne Natur. Deswegen liebe ich es Roadtrips durch den Staat zu machen. Auch wegen der Nähe zu Seattle schätze ich Bellevue. In 15 Minuten ist man in Downtown Seattle mit all den Museen, der Waterfront, Aussichtstürmen, Shoppingmöglichkeiten usw. Seattle hat viel mehr zu bieten, als man in „Grey’s Anatomy“ sieht!

Ich selbst liebe die Musik und das Singen. Wenn ich aber nicht damit beschäftigt bin, dann bin ich höchstwahrscheinlich im Fitnessstudio (amerikanisches Essen ist lecker, aber alles andere als gesund) oder in irgendeinem Park (zum Beispiel dem Gas Works Park). Klar ist das Familienleben hier anders, als ich es gewohnt bin, aber mir ging es ja darum, neue Dinge und neue Sichtweisen kennenzulernen. Auch wenn dazu der ein oder andere schlechte Tag voller Heimweh gehört.

Meine Tipps an zukünftige Au Pairs

Es gibt nicht vieles, das ich bereue, aber mein größter Fehler war definitiv, so viel von Zuhause mitgenommen zu haben! Ich habe bis heute (ungelogen!) die Hälfte davon noch NIE gebraucht! Vor allem Kleidung habe ich viel zu viel eingepackt! Sinnvoller wäre es gewesen Erinnerungen wie Bilder, mitzunehmen. (Tipp: AIFS Packliste!)

Wenn ich einem neuen oder zukünftigen Au Pair einen Tipp geben könnte, dann wäre es folgender: Heimweh ist okay! Manche Au Pairs haben es gar nicht, manche unglaublich stark. Ich persönlich bin Letzteres. Oft habe ich mich sehr unwohl gefühlt, mit anderen Au Pairs darüber zu reden, weil viele kein Heimweh hatten und mich dementsprechend nicht so verstehen konnten, auch wenn sie es von ganzem Herzen versuchten.

Vor allem zu Beginn habe ich den Fehler gemacht, täglich mehrmals mit meiner Familie in Österreich zu telefonieren. Das hat mich vom eigentlichen Leben hier abgehalten. Das „Eingewöhnen“ fiel mir dadurch viel schwerer, weil ich ständig das Gefühl hatte, dass nur mein Körper in Amerika ist, mein Herz aber in Österreich. Irgendwann habe ich aber angefangen, den Kontakt nach Hause ein bisschen zu reduzieren. Dann fing das Abenteuer ‚AMERIKA‘ für mich erst so richtig an!

Wenn ich heute einen schlechten Tag habe, dann halte ich mir vor Augen, was für ein Glück ich habe, so etwas erleben zu dürfen! Und ich weiß, meine Familie ist immer noch da, egal wann ich wiederkomme.

Ich genieße die Zeit hier so sehr und freue mich schon auf die nächsten Reisen nach Las Vegas, Florida und Mexiko!

See ya!

– Laura Kamhuber

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