Life of Max – Schiffbruch mit ohne Tiger

Max hat gemeinsam mit AIFS ein Semester am Foothill College in Kalifornien studiert. Heute bereist er die Weltmeere… während der Arbeit! Im folgenden Interview erfährst du wie.

NAME: Max Jagusch  Max3

ALTER: 19 Jahre 

STUDIUM/AUSBILDUNG:AIDA Studium zum nautischen Offizier

LIEBLINGSREISELÄNDER: Spanien, USA, Schweden

NÄCHSTE REISEZIELE: Durch’s Mittelmeer in Richtung Asien mit der AIDAbella (beruflich)

WENN ICH EIN TIER WÄRE: Ach Gott… Früher war mein Lieblingstier immer der Tiger. Aber mittlerweile würde ich glaube ich eher zu Blauwal oder so tendieren. Faszinierende Tiere!

ICH PACKE MEINEN KOFFER UND NEHME MIT: Klamotten klammern wir mal aus (wobei da immer ein gutes Hemd dabei sein muss!). Was zum Knobeln auf jeden Fall, ein gutes Buch in Englisch, eine Festplatte voll Musik, wenn möglich sogar ein Instrument, die Spiegelreflexkamera

LIEBLINGS-ROADTRIP-SONG: Die Frage nach dem Lieblingssong ist immer schwer zu beantworten. Aber eine Roadtrip-Platte hätte bei mir definitiv „Sweet Home Alabama“, „Riders on the Storm“ und seit dem Shooting-Trip zum Big Sur auch „You & Me“ von Disclosure im Flume Remix.

PROGRAMM: Study abroad Spring Quarter 2015

STADT/REGION: San Francisco, CA   – USA

NAME DES COLLEGES: Foothill College

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Fasse deinen Aufenthalt in Kalifornien in 3 Worten zusammen:

Horizonterweiternd, inspirierend, hot

 

Und jetzt das ein oder andere Wort mehr. Gib uns mal einen Rundumschlag zu deinem Aufenthalt im Silicon Valley.

Ein Kulturschock war es in gewisser Hinsicht schon. Aber schnell auch im guten Sinne. Cali ist einfach eine Welt für sich. Die Leute sind ziemlich cool und das Flair auf den Straßen ist auch cool. Hip-Hop läuft wohin man sieht, glänzende Schlitten rasen an einem auf dem Highway vorbei und IT wird natürlich überall groß geschrieben. San Francisco ist eine absolut geile Stadt. Besonders die Kunst- und Musikszene ist atemberaubend.

Wie hat dir deine Reise gefallen?

Also am Anfang stimmte die Beschreibung meiner Gastfamilie leider nicht wirklich mit der Realität überein. Außerdem waren die hygienischen Zustände dort auch nicht der Hammer. Aber nach dem Wechsel in eine andere Familie war’s auf jeden Fall ein super Aufenthalt. Die Menschen insgesamt sind 30x entspannter als in Deutschland. Auch am College ist es eigentlich nicht schwer, neue Kontakte zu knüpfen bzw. auch mit den Profs ein gutes Verhältnis aufzubauen.

Eine Katastrophe ist in California allerdings immer noch das öffentliche Verkehrssystem! Mit dem Zug 1,5h bis nach Downtown und mit dem Bus zum College wäre auch eher umständlich geworden. Aber somit war das tägliche Work-out auf dem Fahrrad auch gesichert. Dementsprechend hätte ein Auto einem noch mehr Möglichkeiten gegeben, die City und Umgebung zu erforschen und auch zu Events zu kommen.

Das College selbst ist auch super. Ich denke, es ist nicht schwer, einen Kurs zu finden, der einem gefällt. Ein breites Spektrum an Möglichkeiten wird einem geboten. Auch wenn man nur knapp 4 Monate dort ist. Bleibt man am Ball, kann man auch außerhalb seiner regulären Studienzeit an vielen Veranstaltungen (z.B. kostenlosen Vorlesungen) teilnehmen, die mit Sicherheit dein Wissen und Horizont im Hinblick auf bestimmte Sachen erweitern.

Wie kam es überhaupt dazu, dass du auf ein College in den USA gegangen bist?

Ich hatte ganz einfach eine Lücke von mehr als einem halben Jahr bis zum Studium in Deutschland zu füllen. Und da ich mich nicht von einem Minijob zum nächsten „hangeln“ wollte, hielt ich die Idee, ein paar Monate im Ausland zu verbringen und etwas zu lernen, was vielleicht auch nicht zwangsläufig direkt mit meiner nahen beruflichen Zukunft zu tun hat, für die sinnvollste. Ich habe dementsprechend diverse Programme von verschiedenen Anbietern verglichen und mich relati schnell für AIFS entschieden. Hat sich gelohnt! 😉

Erzähl uns von dem faszinierendsten Ort, den du gesehen hast:

Also gegen den Yosemite National Park ist absolut nichts einzuwenden. Auch wenn ich dort nur wenige Stunden verbringen konnte. Aber die Natur ist der Wahnsinn! Ist auf jeden Fall einen Tagesausflug wert. Als Kontrast ist natürlich das Big-City-Life auch wunderbar. Das tägliche Leben in Downtown SF konnte ich einige Male genießen. Somit ist Downtown aufgrund seiner Vielfalt denke ich mein favorit place.

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Und jetzt, zurück in Deutschland, direkt in die Uni? Oder wo treibst du dich rum?

Wie schon erwähnt, war der Studienbeginn als nautischer Offizier bei AIDA schon fest geplant. Dort bin ich aktuell auch tätig und erkunde auf den Schiffen weitere Teile der Welt. Zwei Tage nach meiner Rückkehr habe ich noch einen Monat als Foto- und Videograf für die Ostsee-Zeitung Rostock gearbeitet und konnte mich somit nochmal kreativ etwas austoben. Auch ein Resultat des Aufenthalts in CA. Dort konnte ich ganz viel neue Inspiration sammeln und Interessen entwickeln.

Wie konntest du von deinem Aufenthalt in den USA profitieren?

Auf einem Schiff ist die Sprache innerhalb der Crew zu 85% englisch. Da ist es auf jeden Fall von Vorteil, eine sprachliche Erfahrung gemacht zu haben. Insbesondere am College hatte ich mich diversen Nationen zu tun, weshalb man auch ein kleines Akzent-Training bekam. Ich denke, die sprachliche Entwicklung auf ein hohes Niveau ist nicht zu bestreiten. Allein schon, dass man super sicher in Konversationen jeglicher Art ist. Auch im TV, Radio oder Verträge – alles lässt sich mit einer gewissen Selbstverständlichkeit nachvollziehen. Desweiteren lernt man natürlich viele neue Leute kennen. Und ich persönlich finde es total genial, internationale Freunde zu haben.

Mir persönlich hat die USA etwas die Augen geöffnet. Meine Kurse am College haben mir viele interessante und nicht ganz irrelevante Dinge für’s Leben vermittelt, besonders auch in sozialen Aspekten. Wenn man die Herausforderung meistert, ein viertel Jahr ganz alleine am anderen Ende der Erde ohne Hilfe von zu Hause klar zu kommen und sogar erfolgreich wieder nach Hause zurück zu kehren, ist man praktisch für alles gewappnet. Dein Horizont und die Sicht auf die Welt sind immens erweitert. Man konzentriert sich auf das, was einen interessiert und lässt sich nicht immer von externen Einflüssen beeinträchtigen.

Und auch in beruflicher bzw. wissenstechnischer Hinsicht kann man keine negativen Punkte hervorbringen. Selbst ein Quarter vermittelt dir in den Kursen eine Menge Wissen, das du entweder direkt nach der Rückkehr oder „zur Not“ auch nur privat anwenden kannst. Definitiv nicht schädlich. Da man auch ein kleines Zeugnis mit einer Übersicht seiner Noten am Ende bekommt, ist die Tür zu weiteren Studien in Deutschland bzw. zu führenden Unternehmen schon halb geöffnet.

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