LIVE #7: Wenn Kinder sprechen lernen

Sophie kümmert sich als Au Pair um drei Kinder. Wenn Kinder sprechen lernen kommt bekannterweise nicht immer nur sinnvolles bei rum. Witzig ist es trotzdem!

Halli Hallo erstmal,

Sophie 1
Mein Name ist Sophie und ich bin 19 Jahre alt. Ich komme aus dem Großraum Köln, zur Zeit lebe ich allerdings als Au Pair in New Milford, Connecticut. Ich passe auf Cooper (10) und Charlie & Elise (2) auf.

Das kennt jeder von euch: kleine Kinder stehen wild gestikulierend vor euch, erzählen euch eine laaaaaaange Geschichte und schauen euch am Ende erwartungsvoll an. Die übliche Antwort: “WOW, das ist ja cool!”, wobei ihr euch eigentlich denkt “Was, um Himmels Willen, wollte der jetzt von mir?!” Ja, das kennen wir alle. Aber dieser ganze Konflikt mit Kindern, die eine andere Sprache sprechen? Das hat mich, und sicherlich viele andere von euch, schon mehr als einmal an den Rande eines Nervenzusammenbruchs getrieben.

Von Anfang an: Als ich im August 2014 hier angekommen bin, reichte der Wortschatz der damals 1 1/2 jährigen Twins nicht über viel mehr als “Mommy”, “Daddy” und “BroBro” hinaus. Auch ich wurde gleich zu Beginn in Phisie umgetauft.

Etwa einen Monat nach meiner Ankunft startete das Preschool-Programm für die beiden und die Sprache entwickelte sich rasant. So waren wir sehr plötzlich bei “Phisies car” und “Mommy grocery store?” angelangt. Am Weihnachtsmorgen kam Charlie mit einem herzerweichenden Leuchten in den Augen angerannt, um mir sein Lego-Duplo Feuerwehr-Set zu zeigen. “Look, Phisie, faiaaaaaaa truck”, bevor ich jedoch auch nur ein Wort antworten konnte, knatschte Elise, die mittlerweile auch gerne die “bossy diva” genannt wird, “NO Charlie, her name is SOPHIE”. Nun gut, dann hätten wir das auch geklärt.

Zum jetzigen Zeitpunkt (Anfang März), kennt Elise sämtliche Farben, inklusive hell und dunkel Unterscheidung, und Charlie kann bis 20 zählen. Auch die Sätze werden vollständiger. Meine liebste Aussage: “Sophie I wanna go in your car NOOOOOOOOOW!!!!!”

Natürlich versucht die gesamte Familie, den Kindern Benehmen, sprich “Thank You”, “Please”, und “You’re Welcome” beizubringen, was allerdings meist wie folgt ausgeht: “I want juice, Sophie” – “Ok, Charlie, what do you say?” – “I want juice thank you you’re welcome Sophie please” Besser als nichts, oder?

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