Surfen, Rugby und abenteuerliche Safaris – Larissas Auslandssemester in Südafrika

Larissa ist mit uns ins Flugzeug nach Südafrika gestiegen, um dort ein Semester lang zu studieren. In ihrem Erfahrungsbericht verrät sie, wie ihr das Unileben dort gefallen hat und vor allem, welche spannenden Erlebnisse ihr von der Reise durch das bunte Land immer in Erinnerung bleiben werden.

Larissa in Südafrika

Auf ins Auslandsabenteuer

Im Januar 2019 ging es los für mich in mein Abenteuer Studieren in Südafrika! Aufgeregt und vielleicht ein bisschen „eingeschüchtert“ von Vorurteilen, die man von hier und da hört, bin ich also ins Flugzeug gestiegen. Zum Glück war ich nicht ganz alleine, denn ich bin mit einer anderen Teilnehmerin des Programms geflogen, die ich zuvor beim Vorbereitungstreffen in Bonn kennengelernt habe.

Angekommen in Kapstadt war alles sehr gut organisiert und wir wurden sofort von Mitarbeitern der Stellenbosch University am Flughafen abgeholt. Mit kleinen Bussen und noch ein paar anderen internationalen Studenten ging es dann Richtung Stellenbosch. Das war super, um erste Kontakte zu knüpfen und mit den meisten aus dem Bus hatte ich bis zum Schluss viel zu tun.

Strand an der Küste Südafrikas

Studieren an einer Top-Hochschule in Südafrika

Stellenbosch ist eine super Studentenstadt! Auf dem Campus trifft man immer irgendjemanden, den man kennt, und dank des Neelsie Student Centers findet man auf dem Campus immer etwas zu Essen, Kaffee und viele andere Shops. Außerdem sind die Kurse an der Uni sehr vielfältig. Für meinen Studiengang (BWL) gab es eine Riesenauswahl. Aber auch von Freunden der verschiedensten Studienrichtungen habe ich gehört, dass das Spektrum an Kursen sehr groß ist. Die Vorlesungen finden in der Regel auf Englisch statt, allerdings gibt es denselben Kurs meistens auch nochmal in Afrikaans.

Für mich zumindest war das Studiensystem sehr anders als ich es gewohnt bin. So gab es innerhalb des Semesters viele „kleinere“ Abgaben, die bereits in die Endnote mit reinzählen. Insgesamt würde ich aber sagen, dass der Aufwand vergleichbar zu dem an deutschen Unis war.

Falls ihr euch für ein Auslandssemester in Stellenbosch entscheidet, meldet euch unbedingt für das Matie Buddy-Programm an (ihr bekommt im Vorfeld eine E-Mail dazu). Hierdurch kommt ihr super in Kontakt mit Einheimischen und es lohnt sich zu 100%.

Pinguine

Freizeitgestaltung in Stellenbosch – langweilig wird’s hier nie

Freizeittechnisch ist die Region um Stellenbosch / Kapstadt ein Paradies! Es gibt so viel zu erleben und entdecken, dass einem sicher nicht langweilig wird. Rund um Stellenbosch befinden sich unglaublich viele Wandermöglichkeiten, die alle unbeschreiblich schön sind. Natürlich gehört es auch dazu, mindestens einmal auf den Tafelberg und den Lion’s Head in Kapstadt hochzuwandern! UNVERGESSLICH! Falls es ein bisschen Abwechslung vom Wandern sein darf, kann ich einen Besuch der unzähligen Winefarms in der Umgebung empfehlen. Wer könnte zu einer Weinprobe in Südafrika nein sagen? 😉

Blick auf Kapstadt

Ein absolutes Highlight in Stellenbosch war der Varsity Cup, ein Rugby-Cup zwischen Unimannschaften, der jedes Jahr zwischen Februar und April stattfindet. Ein Saisonticket ist absolut zu empfehlen und die Stimmung ist einfach unschlagbar – zumal Stellenbosch zu den Favoriten gehört.

Rugby-Cup

Ansonsten kann ich absolut bestätigen, warum Südafrika als Surferparadies bekannt ist! Selbst ich, die vorher noch nie auf einem Surfboard stand, hatte während meines Surfkurses so viel Spaß, dass ich manchmal mehrmals die Woche mit Freunden zum Surfen an den Strand gefahren bin. Profi bin ich dadurch zwar nicht geworden, aber dafür hatte ich eine Menge Sport und ca. drei Nuancen hellere Haare am Ende meines Auslandssemesters 😉

Surfen in Südafrika

Ein Roadtrip im Auto mit Dachzelt

Stellenbosch ist auch der perfekte Ausgangsort, um nach dem Semester oder in den Ferien in die angrenzenden Länder wie Namibia, Botswana oder Mosambik zu reisen. Am besten mietet man sich ein großes Auto mit Zelten auf dem Dach und macht damit einen Roadtrip durch den südlichen Teil Afrikas. Die Erfahrung ist ganz schön abenteuerlich, aber genau deshalb auch so unvergesslich. Bei einer solchen Tour lernt man das wilde Afrika mit Tieren und Pflanzen kennen, die man sonst nur im Fernsehen sieht. Es ist übrigens ziemlich beeindruckend, zugleich aber auch angsteinflößend, wie groß Elefanten sind, wenn sie plötzlich neben deinem Auto stehen. 

Elefanten durchqueren Fluss
Giraffe
Mit dem Auto auf Safari
Löwin

Eine weitere Reiseempfehlung ist die Region „Drakensberg“ direkt an der Grenze zu Lesotho. Hier kann man wunderschöne Wanderungen machen und ich verspreche euch, ihr werdet nicht enttäuscht sein. Ich selbst war zwei Tage dort und obwohl es in Strömen geregnet hat (ja, es regnet auch mal in Südafrika), war es einfach traumhaft. 

Die Bedenken, die man vielleicht in Südafrika bezüglich Sicherheit etc. hat, kann ich zum Beispiel überhaupt nicht bestätigen. Das Einzige, was man vielleicht beachten könnte ist, dass man nicht unbedingt alleine draußen herumlaufen sollte, sobald es dunkel wird. Zu empfehlen sind Gruppen ab drei bis vier Personen. Falls du trotzdem mal abends alleine unterwegs bist, kannst du problemlos Uber benutzen.

Fazit: Ein Auslandssemester in Stellenbosch ist eine Erfahrung, die ich niemals vergessen werde und nur jedem empfehlen kann. Vielen Dank an AIFS für die super Unterstützung & Organisation!

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