Hallo aus Neuseeland

von Janine

Hallo aus Neuseeland

Ich dachte, ich melde mich mal einfach und berichte in aller kürze was ich alles so erlebe. Zwar habe ich nun schon länger keinen Kontakt mehr zu AIFS gehabt, da inzwischen alles in seinen Bahnen läuft, aber ich weiß zu schätzten wie viel die Organisation mir am Anfang geholfen hat. Ich finde, das AuPair Programm wird fantastisch umgesetzt und ist toll organisiert! Vielen lieben Dank dafür :)

Seit ich in Neuseeland angekommen bin habe ich alles erdenkliche gesehen und unternommen. Natürlich habe ich viel von Auckland gesehen, da ich hier lebe. Ich habe in Howick gestartet und bin dann problemlos nach Devonport umgezogen, da meine Familie unvorhergesehen kein AuPair mehr brauchte. Jetzt kenne ich zwei wundervolle Familien in Neuseeland mit denen ich in Kontakt bleiben werde.

An diversen Wochenenden und in meinem Urlaub habe ich den größten Teil des Landes bereist. Ich bin auf einem Roadtrip die Ostküste der Northlands hochgefahren, war kajaken und ganz viel am Strand. In Waitangi habe ich viel über die Geschichte der Maori und Europäer in Neuseeland gelernt. Am Cape Reinga wurde ich vom Wind durchgepustet bevor es über den 90-miles-beach zurückging. Als eine meiner wunderbaren neuen Freunde und ich uns an der Westküste zurück nach Auckland geschlängelt haben, haben wir angehalten, um riesige Kauribäume zu besuchen.

Meine Freunde und ich haben die Strände der Westküste z.b. Piha und Bethells Beach bewandert, den glitzernden Sand bewundert und uns in die Wellen geworfen. Ich war in New Plymouth, Hobbiton, Taupo (ein Segeltörn zu den Stonecarvings ist fantastisch), Rotorua wo es blubbert und stinkt und habe den Schicksalsberg überwandert. Dann bin ich noch durch die Glühwürmchen Höhlen in Waitomo geklettert und geschwommen und habe die Hamilton Gardens besucht. Natürlich muss man gar nicht so viel machen, denn Neuseeland ist überall atemberaubend schön. Da sind die Palmen und Pflanzen, die man kennt und die vielen einheimischen Arten und überall das grüne grüne Gras auf den Hügeln und Bergen, die die neuseeländische Szenerie ausmachen. Dann sind da natürlich noch die vielen und sehr abwechslungsreichen Strände und die Wälder, die alle 200m anders aussehen, wenn man sie durchwandert. Und die Sonnenuntergänge sind immer und überall spektakulär.

Über Weihnachten war ich mit meiner Familie im Strandhaus in Pauanui. Wir waren jeden Tag in der Sonne und baden. Ich habe surfen gelernt und hoffe, dass ich auch in Zukunft noch dazu komme, denn es mach unglaublich viel Spaß. Damals und bei späteren Gelegenheiten haben wir die Coromandel Halbinsel erkundet. Ich bin auf einem Pferd einen Berg hochgeritten, sodass man einen fantastischen Blick in die Ferne hatte. Ich habe Cathedral Cove und den Hot Water Beach besichtigt, vom Boden und aus dem Flugzeug bei einem Scenic Flight. Außerdem war ich auf einem Speedboot fischen und habe Stachelrochen gesehen.

Im März hat mich meine Mutter aus Deutschland besucht. Wir sind mit dem Auto gen Süden gefahren, nochmal Hamilton, Hobbiton, die Blue Springs mit spektakulär klarem Wasser, Taupo und dann Wellington. Wir hatten erstaunlich wenig Wind bei unserem Besuch und konnten uns gut in der Stadt umsehen.

Dann ging es mit der Autofähre über die Cook Straight, was ein Highlight für sich ist, wenn man sich nicht an den kalten Tmperaturen an Deck stört. Von Picton aus sind wir den Queen Charlotte Drive nach Nelson gefahren. Meine Mutter war immer etwas angespannt aufgrund der Serpentinen, die sich in Neuseeland 'State Highway' nennen. Aber ich hatte mich bereits an die Straßen gewöhnt und hatte Spaß am fahren.

Wohin man auch schaut, der Ausblick ist fantastisch. In Nelson haben wir meine alte Gastfamilie besucht, was nach 4 Monaten toll war. Einen Tag haben wir im Abel Tasman National Park verbracht, meiner Meinung einer der schönsten Teile Neuseelands. Die nächsten Tage sind wir zu den Nelson Lakes gefahren, dann and der Westküste herunter mit einem Stopp bei den Pancake rocks und über den Arthurspass nach Christchurch. Hier und da haben wir immer mal angehalten, uns umgesehen oder für ein Stündechen eine Wanderung gemacht.

Christchurch hat mir sehr gut gefallen und ist beeindruckend mit den Trümmern, die noch immer vom 2012 Erdbeben übrig sind. Von Christchurch sind wir durch atemberaubende Szenerie nach Tekapo, Twizel und dann Queenstown gefahren. Wir waren auch im Mt Cook National Park.

Queenstown ist tatsächlich so schön wie alle sagen, mit dem See und den Bergen. Auch Wanaka ist toll. Von dort aus ging es für uns über einen wundervollen, sehr grünen Highway zur Westküste mit malerischen Stopps auf dem Weg.

Die letzten Tage waren dann der Rückweg. Picton - Fähre - Wellington - Taupo, dort ein besuch in einem wunderbaren Thermal Park - Auckland.

Meine Mutter war durchgehen hin und weg und hat wieder und wieder betont wie sehr sie sich für mich freut, dass ich ein Jahr in diesem tollen Land mit tollen Menschen verbringe und dass sie deshalb das andere Ende der Welt zu Gesicht bekommen hat.

Zwar wurde mir mehrfach gesagt, dass dieser Sommer für Neuseeland recht mies war, aber ich kann mich nicht beklagen. Besonders auf meinen Trips habe ich fast schon unheimlich viel Glück mit dem Wetter. Wir bekommen auch Regenströme, aber das finde ich eigentlich sehr interessant. Einmal wurde sogar das Schulcamp einer meiner Mädels abgebrochen, weil das Wasser 1m hoch stand. Das war natürlich nicht toll, aber niemand wurde verletzt, die Kids waren in den Nachrichten und wir hatten Gesprächsstoff für Wochen.

Nun, das war so kurz wie ich es hinbekommen habe :D

Ich bin einfach nur super glücklich hier zu sein und dieses Jahr zu erleben. Und ich bin dankbar für alle, die mir dabei helfen, ganz besonders AIFS.

Ganz liebe Grüße und einen schönen Sommer in Deutschland!

Janine