Sri Lanka- Land der Abenteuer

von Sophia G.
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So zufrieden war ich mit dem Programm:

Sri Lanka- Land der Abenteuer

Meine Freundin und ich haben uns nach unserem Abitur entschieden für 2 Monate nach Sri Lanka zu reisen und dort mit anzupacken. Nach all den Vorbereitungen ging es endlich mit unserem Abenteuer los!

Die erste Woche war die sogenannte „Introduction week“. In dieser Woche haben wir viele kleine Ausflüge gemacht, Sehenswürdigkeiten angeschaut und eine Menge über die Tradition und die Kultur des Landes gelernt.

Anschließend wirkten wir bei verschiedenen „Child Care“ Projekten mit. Die Kinder sind sehr offen und neugierig. Trotz, dass viele von ihnen in armen Verhältnissen leben, sind die Kinder sehr glücklich und zaubern dir ein Lachen ins Gesicht. Die Arbeit mit den Kindern hat mir sehr viel Spaß gemacht, da man so viel Dankbarkeit von den Kindern gezeigt bekommt dafür, dass man ihnen ein wenig Zeit schenkt. Wir haben beim Unterricht in Schulen geholfen und haben in einem Waisenhaus die Kinder betreut. Bei diesen Projekten wurde mir klar, dass ich mich beruflich in sozialen Themengebieten bewegen werde.

Da Vorort noch weitere Projekte vorgestellt wurden, die man auch flexibel in seine Reise einbeziehen konnte, nannte sich unser nächstes Projekt „ Elephant Experience“. Hier wohnten wir bei einer unglaublich netten Familie. Unsere Gastmama bekochte uns auf das Köstlichste. Die Kinder brachten uns singalesisch bei und der Vater hatte ständig lustige Geschichten zu erzählen. Das Besondere an dieser Familie war, dass sie einen Elefanten bei sich aufgenommen haben, den sie aus schwierigen Verhältnissen zu sich geholt haben. Unsere Aufgabe bestand darin, den Elefanten Mali so sehr zu verwöhnen, wie es nur möglich ist. Also gingen wir mit ihm Spazieren und versorgten ihn mit Essen. Oft gingen wir mit Mali an einen Fluss und schrubbten ihn mit Kokosnussschalen sauber.

Nach dieser eher gemütlichen Woche ging es für uns in den Dschungel in die Nähe eines Nationalparks. Das „Wild Elephant Project“. Die Unterkunft war einfach einmalig. Das Haus ist halb offen und die Aussicht von dort war unglaublich. Hier gestalteten sich die morgendlichen Tätigkeiten sehr abwechslungsreich. Mal gingen wir tief in den Dschungel um nach Spuren zu suchen, ein anderes Mal pflanzten und kontrollierten wir Bäume oder suchten nach Elefantenkot um diesen nach Umweltgiften zu untersuchen. Nachmittags setzten wir uns an einen großen See und konnten von dort aus mehrere Elefanten beobachten, die sich gegenseitig nass spritzten und baden gingen. Dieses Schauspiel war Tag für Tag ein beeindruckendes Erlebnis.

Unsere letzten beiden Wochen verbrachten wir in einem Haus direkt an einem einsamen wunderschönen Strand. In der Nähe gab es eine der besten Eisdielen, die ich je kennengelernt habe. Im Zuge der „Beach Week“ besuchten wir viele Tempel, Wasserfälle, Städte und gingen schnorcheln. Dies war sozusagen eine Woche pure Freizeit, die man sich nach einigen Wochen Freiwilligenarbeit auch mal gönnen konnte.

Leider begann für uns nun auch schon unsere letzte Woche auf Sri Lanka, in der wir in einer Schildkrötenauffangstation helfen durften. Ich als riesiger Schildkröten Fan war restlos begeistert. Wir hatten viel Freizeit in dieser Woche, jedoch kam das Füttern, das Säubern der Gehege und das Schrubben der Schildkröten nie zu kurz.

Wenn es möglich wäre würde ich die Zeit am liebsten nochmal zurückdrehen, denn es war wirklich eine unfassbare Erfahrung. Die Menschen in Sri Lanka und deren Lebensweise hat mich sehr fasziniert aber auch nachdenklich gestimmt. Mir wurde klar, dass man im Leben nicht viel besitzen muss um glücklich zu sein. Viel wichtiger scheint die richtige Lebenseinstellung zu sein.