Internship and Travel in Neuseeland

von Katrin Pfeifer

Internship and Travel in Neuseeland

Oft ist man ja als Praktikant außen vor oder bekommt nicht so viel Verantwortung übertragen, aber vom ersten Tag an war ich beim YMCA teil der Mitarbeiter und ich wurde wirklich freundlich willkommen geheißen.

Ich hatte vor Ort eine Supervisorin, die mich in den ersten Tagen begleitete und mich mit dem Betrieb vertraut machte. Mein Aufgaben bestandnen darin vormittags Gymnastik-Klasse für Vorschul- und Kleinkinder im Alter von 1-6 zu leiten. Im Anschluss daran war ich meistens im Early Childhood Center beschäftigt, wo ich einfach ausgeholfen habe. Dann hatte ich eine 3-stündige Pause, in der ich dann das Fittnesstudio nutzen durfte, im Park laufen gehen konnte oder auch an Kurse teilnehmen konnte. Nach der Pause habe ich den Standort gewechselt und war dann in der After School Care beschäftigt, wo ich mit Kindern aus dem sozialen Brennpunkt NZs (Zusammenprall der Maorikultur und anderer Kulturen) Hausaufgaben durchging und im Anschluss Gruppenspiele organisierte. So gegen 6 war ich dann fertig mit arbeiten. Meine Arbeitszeiten waren sehr flexibel. Oft durfte ich später anfangen. So würde ich meinen normalen Arbeitsablauf beschreiben.

Faszinierend für mich war zu sehen, wie schnell die Kinder Vertrauen zu mir fassten, denn bei all diesen gymnastischen Übungen mussten sie sich ja auch auf mich verlassen können, um sie zu meistern. Was mich auch sehr erstaunte, war das Interesse an meiner Person und Herkunft von den Eltern meiner Schüler. Auch für mein Englisch war das Zusammenarbeiten mit den Kindern sehr förderlich, weil sie ein einfachere Englisch sprechen und auch immer bereit waren mir etwas zu erklären, wenn ich es nicht auf Anhieb verstand, wie zum Beispiel eines ihrer Lieblingsspiele "Hide and Seak“. Was ich auch sehr gut fand ist, dass die Kollegen, mit denen ich am engsten zusammen arbeitete, ungefähr im gleichen Alter wie ich waren.

Nach 2 Wochen Ferien über die Weihnachtstage und Silvester begann das Holliday Programm, was noch einmal komplett anders sein sollte: Ich hatte viele neue Kollegen, die auch alle Studenten waren und mich auch schnell integrierten. Zusammen mit zwei Jungs war es meine Aufgabe für diese 6 Wochen für die 8-10-jährigen da zu sein. Das Holiday Programm hatte das Ziel, den Kindern, die nicht in den Urlaub fahren, die Ferien so spannend wie möglich zu gestalten. So gab es fast jeden Tag ein anderes Motto: Mal bastelten wir Drachen oder bemalten Keilrahmen, an anderen Tagen standen Sport und Spiel im Vordergrund und ein oder zweimal in der Woche machten wir Tagesausflüge mit Bussen und dann mit allen Altersgruppen zusammen in das Aquarium Aucklands oder auch nach Goat Island, wo wir mit einem Glasbodenboot Fische beobachteten.

Auch die Rückmeldung von den Kollegen war immer positiv und schnell übertrug man mir Verantwortung und oft musste ich morgens die Morgenansprachen vor den Kindern halten und weil ich ja aus Deutschland war, habe ich ihnen dann einfache deutsche Vokabeln beibringen könne, sodass sie mich dann mit "Guten Morgen Katrin!" begrüßen konnten :)

Ich hatte dort wirklich eine unvergesslich schöne Zeit. Natürlich waren manche Tage auch extrem anstrengend und ich war am nächsten Tag wahnsinnig müde, aber diese Dankbarkeit der Kinder entschädigte immer für alles.

Ich habe dort so viel gelernt wie nicht in den ganzen 12 Jahren Schule, so hatte ich das Gefühl, und ich wurde mir immer sicherer, dass ich Lehrerin werden will. Und genau das war ja mein persönliches Ziel: Herauszufinden, ob ich mir das als späteren Beruf vorstellen könnte.

Am Ende tat es mir in der Seele weh zu gehen, denn gerade die Kinder hatte ich und sie mich sehr ins Herz geschlossen und so flossen bei der letzten Gruppenumarmung ein paar kleine Tränen. Auch von meinen Kollegen kam große Anerkennung und sie hatten mir ein kleines Abschiedsgeschenk und viele gute Wünsche für meine Zukunft mit auf den Weg gegeben. Mit einigen meiner Kollegen habe ich sogar immer noch Kontakt. Sie wollten mich direkt für die nächsten Holiday Programme werben! Da hätte ich also schon mal einen Job sicher :)

Ich kann es nur jedem empfehlen!!!