My Aussie Dream

von Leonie Wegener

My Aussie Dream

Meinen australischen Traum habe ich anfangs auf einer wunderschönen Ranch in den Blue Mountains verbracht. Hügel, Felsen und australischer Busch so weit das Auge reichte. Über 50 Pferde liefen auf Wiesen herum, die so groß waren, dass kein Zaun zu sehen war, Kakadus und Papageien flogen in abendlicher Idylle herum und in der Ferne hörte man Kookaburras (Jägerlieste) lachen. Geschlafen habe ich in einem Karavan direkt neben den Pferden. Da Küche und Toilette nicht weit vom Karavan entfernt waren, war das für mich auch nichts anderes als Camping. Tagsüber hatten wir viel zu tun. Meine Aufgaben reichten von alltäglichen Rancharbeiten wie Füttern, Waschen und Pflegen von Pferden über Ausritte führen oder selbst ausreiten bis hin zum Reparieren von Toren der örtlichen Bushfirestation. Die Arbeit machte viel Spaß, vor allem bei Ausritten immer wieder diese beeindruckenden weiten Wiesen oder den abenteuerlichen Busch bestaunen zu dürfen war ein Vergnügen. Sogar Kängurus habe ich täglich gesehen. Die Rancher und Mädels, mit denen ich dort zusammen gearbeitet habe waren freundlich, offen und hilfsbereit, sodass ich immer gerne mit ihnen Zeit verbracht habe. Auch Kunden, welche wir mit auf Ausritte mitgenommen haben, waren immer aufgeschlossen und interessiert an allem. Richtiges Cowboy-feeling kam auch auf, als wir eine Herde Kühe auf eine andere Weide treiben mussten. Im Sattel der Pferde waren wir jeder noch so flinken Kuh überlegen und erreichten schließlich auch nach ca. 1 Stunde unser Ziel. Meine Lieblingsaufgabe war jedoch das tägliche füttern eines Pferdes, welches auf einer anderen Weide lebte, sodass ich jeden Tag durch die Idylle zu ihm hin geritten bin. Das Pferd anstatt das Auto zu benutzen war nicht nur besser für die Umwelt sondern hat auch mehr Spaß gemacht. 4 Wochen voller körperlicher Arbeit, guten Freunden und tollen Erfahrungen habe ich in den Blue Mountains erleben dürfen.

Danach ging es für mich weiter in ein Surfcamp am 7 miles beach. Wir waren eine Gruppe von 15 Leuten und haben zusammen mit den Surflehrern in kleinen Hüttchen gewohnt. Gegessen und gechillt wurde zusammen und abends hielten wir uns teilweise am Strand oder in unserem Camp auf. Das Essen war ein Traum und die Surflehrer waren mit in unsere Gruppe integriert. Immer für einen Spaß zu haben, aber trotzdem daran interessiert uns zu coachen und Tipps zu geben. In den 5 Tagen haben wir alle surfen gelernt und einige von uns wurden sogar ziemlich gut und haben sich an etwas größere Wellen heran getraut. Der Mix aus sportlicher Aktivität und Spaß mit der Gruppe (welche schnell zusammen gewachsen ist) war einfach nur perfekt.
Das Ende vom Surfcamp kam leider viel zu schnell. Doch das schöne am backpacker-leben ist, dass eigentlich alles möglich ist. Meine letzte Woche in Australien habe ich mit Urlaub im Herzen von Sydney und am Bondi Beach verbracht. Da ich einige gute Freunde im Camp kennengelernt habe, lag es auf der Hand, dass wir gemeinsame Unternehmungen machten. Wir haben schöne Strände besucht, sind viel gewandert und auch abends ausgegangen. Sydney bietet so viele Möglichkeiten. Man kann sein Frühstück im Park genießen und den Tag anschließend mit shoppen verbringen ohne einen Bus zu benutzen. Den Abend kann man dann im nahe gelegenem Hafen ausklingen lassen und den Wellen beim plätschern zuhören.

Insgesamt hatte ich eine wunderschöne Zeit mit vielen tollen Erfahrungen und netten Leuten. Es war eine der schönsten und wichtigsten Zeiten in meinem Leben und ich glaube nicht, dass es mein letzter Aufenthalt in Australien war!