2017 - YMCA Camp Cullen - Texas

von Alina Schlembach
  • star rating
  • star rating
  • star rating
  • star rating
  • star rating

So zufrieden war ich mit dem Programm:

2017 - YMCA Camp Cullen - Texas

Angefangen hat alles mit einer mehr oder weniger spontanen Bewerbung für das Camp America Programm. Danach ging alles überraschend schnell. Nach meiner fertigen Bewerbung und dem Interview und Stunden von Videos und Erfahrungsberichten von anderen Camp America Teilnehmern ging es los. Ich habe beschlossen nicht auf ein Jobangebot zu warten, sondern nach London zur Recruitment Fair zu fliegen. Das war die beste Entscheidung die ich treffen konnte. Nachdem ich Stunden um Stunden die Camps recherchiert habe die in London sein würden habe ich endlich meine Top 10 gefunden. Tatsächlich habe ich meine erste Wahl bekommen, nur dass ich nicht für Arts&Crafts Counselor eingestellt worden bin sondern für Geologie (Ja, die Kinder interessieren sich dort tatsächlich dafür). Zufällig habe ich nämlich das einzige Camp in den USA ausgewählt das ein Geologieprogramm anbietet: YMCA Camp Cullen in Texas. Das Camp liegt etwa zwei Stunden von Houston entfernt und ist zwar ein YMCA Camp, nimmt aber trotzdem ca. 40% underprivilidged auf. Jetzt wo meine Zeit hier zu Ende ist kann ich nur sagen, dass es das Beste ist was mir je passiert ist. Ich habe unglaubliche Freunde gefunden, die interessantesten Menschen kennen gelernt und die größten Herausforderungen meines Lebens erlebt. Ich habe selten so viel geweint und zur selben Zeit gelacht. Hier leben durchschnittlich 14 Kinder und 3 Counselor in einer Cabin zusammen. 6 Stunden täglich habe ich Geologie unterrichtet und den restlichen Tag mit den Kindern aus meiner Cabin verbracht. Mein Tag hat um 7 Uhr morgens damit begonnen die Kinder zu wecken. Um 8 gab es Frühstück. Danach haben sich alle Kinder für die "Morningshow" versammelt und dann ging es für 3 Stunden in die Activities, die frei wählbar waren. Danach kamen Lunch, gefolgt von einer Stunde Siesta und dann noch mal 3 Stunden Activities. Dann war Dinner und danach das „Evening Program“ und dann die Kinder bettfertig machen und ins Bett bringen. Gegen 22:30 Uhr haben die Kinder dann (mehr oder weniger) geschlafen. Es ist physisch und psychisch hart. Die Hitze, Hintergrundgeschichten der Kinder, lange Arbeitszeiten, aber es ist der schönste Job den ich je gemacht habe und wahrscheinlich auch je machen werde. Die Bindungen die man aufbaut gehen tiefer als man erwartet und die Zeit ist leider auch schneller vorbei als man denkt. Camp lässt sich viel beschreiben, aber wirklich verstehen kann man es nur wenn man es erlebt. Man wächst über sich heraus, wird selbstbewusster und selbstständiger. Das Gefühl die Kinder in eine bessere Zukunft gehen zu lassen ist unglaublich und all die Müdigkeit und harten Arbeitszeiten wert. Ich werde auf jeden Fall nächstes Jahr zurück kommen und einen weiteren Sommer in Texas verbringen!