Mein Camp America Aufenthalt im Sommer 2017

von Niklas
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So zufrieden war ich mit dem Programm:

Mein Camp America Aufenthalt im Sommer 2017

Wer bin ich?
Hey! Ich bin Niklas, 22, aus der Nähe von Halle/Saale und war von Mai bis September dank AIFS und dem Programm "Camp America" in Colorado, USA!

Wie kam ich auf dieses Programm?
Anfangs war ich áuf der Suche nach einem Work and Travel, allerdings wollte ich schon immer mal in die Staaten und mit 22 dachte ich sei es auch langsam mal Zeit um ein Studium zu beginnen. Durch Zufall habe ich bei einer Info-Veranstaltung in Berlin dann von Camp America erfahren. Sowohl der Zeitraum als auch Amerika passten super, also machte ich mich direkt an die Bewerbung.

Wie war der Bewerbungsprozess?
Einmal angefangen echt nicht schwer - ehrlich! Anfangs dachte ich mir auch, dass all die Links, Dokumente und was dazu gehört mich komplett überfordern, allerdings ging alles super unkompliziert, man sollte sich nur etwas Zeit dafür nehmen. Wenn Ihr mal nicht weiter wisst, fragt die Mitarbeiter der AIFS. Ich habe nie gezögert und mir wurden alle Fragen detailiert beantwortet! :-) Ich musste unter anderem ein Profil erstellen und auch ein Video über mich selbst drehen. Erst war das echt komisch, am Ende hat es aber auch echt Spaß gemacht und während des "Drehs" kamen immer mehr Ideen. Also keine Angst, das Bewerbungsverfahren ist halb so schlimm und es lohnt sich auf jeden Fall, denn Ihr dürft nicht vergessen dass ihr es für eine unvergleichbare Erfahrung macht! Kleiner Tipp jedoch: Fangt nicht ganz so spät an wie ich ( März) Umso früher ihr startet und euch bewerbt, destso mehr Camps haben noch freie Plätze und eure Chancen sind somit größer. Außerdem vermeidet ihr dann den Stress bei Behörden wie der VISA-Stelle ect. :-)

Aber nun zum Eigentlichen:
Was habe ich dort gemacht? & Wie war es in Amerika?
Leute, macht es! Es war eine unbeschreibliche Zeit! Ich habe so viele Leute kennengelernt, Freundschaften geschlossen und Orte gesehen, von denen ich auch heute (2 Monate nach Rückkehr) noch schwärme.
Während meines Camp Aufenthaltes im YMCA Camp Santa Maria in Colorado (Nähe Denver) habe ich die ganze Woche mit Kindern und Jugendlichen, je nach Gruppe, im Alter von 8-17 Jahren zusammen gearbeitet. Wir waren immer zu 2., dass heißt ich und mein Co-Betreuer waren zusammen für eine Gruppe von ca. 12 Kids verantwortlich. Als ich ankam war alles logischerweise erstmal neu und ungewohnt. Direkt am Flughafen als ich ausstieg war ich schon mit dem einheimischen Akzent überfordert und habe kein Wort verstanden, was der Officer von mir wollte. Das lag aber auch am langen Flug und der Nervosität. Auch als ich endlich im Camp war, hatte ich die ersten beiden Tage leichte Probleme, die anderen Leute zu verstehen. Das ist aber normal und danach hatte ich so gut wie gar keine Probleme mehr mit der Sprache und dem Verständnis. Ich war im Camp der einzige Deutsche, denn neben den Amerikanern waren zwar noch Engländer, Brasilianer, Neuseeländer und Schweden dort, aber mit jedem musste ich Englisch sprechen. Anfangs dachte ich mir, dass das nicht gut gehen kann aber mein Englisch hat sich während meines Aufenthaltes dort enorm verbessert, sodass ich zurück in Deutschland sogar (obwohl ich vergleichsweise relativ kurz im Ausland war) teilweise eher die englischen als deutschen Wörter im Kopf hatte. Also waren alle anfänglichen Gedanken über Sprachprobleme auch vollkommen umsonst. Die Leute im Camp waren alle super aufgeschlossen, sympathisch und hilfsbereit. Wenn man ein Problem hatte wurde einander geholfen. Auch beim ersten Kontakt mit Eltern habe ich mir Gedanken gemacht, wie die wohl reagieren, auf mein gebrochenes Englisch am Anfang des Sommers und allgemein mich. Ich aus Deutschland sollte mich ja nun auf einmal in einem Land, wo keiner meine Sprache spricht, um deren Kinder kümmern.. Aber alle waren super interessiert wie es in Deutschland ist und freuten sich, dass ihre Kinder auch internationale Kontakte knüpfen. Apropos Kids. Klar war es anfangs nicht leicht, 24 Stunden, 6 Tage die Woche umgeben von Kindern zu sein, diese zu beschäftigen und Ihnen Ihre Sommerferien zu verschönern, vorallem weil ich vorher keinerlei Erfahrungen in dem Bereich hatte, aber es hat unheimlich Spaß gemacht. Außerdem hat man ja auch je nach Art des Camps seine Pausen, in denen man mit Anderen entspannen kann Man ist eine Einheit geworden, sowohl mit den Kindern als auch mit allen Betreuern und Mitarbeitern des Camps. Die Abschiede mit den KIds waren jede Woche aufs Neue schwer, aber der Abschied der Betreuer, nach 11 Wochen Camp war viel schwerer. Ich bin aber von Grund auf keine Person die Abschiede mag, allerdings zeigt diese Traurigkeit wie sehr alle zusammengewachsen sind in diesem Sommer.
Das gemeinsame Miteinander und das Umgebensein der Leute ist es, was ich am meisten vermisse. Jeden Samstag hatten wir frei, da haben wir immer gemeinsam etwas unternommen. Da mein Camp mitten in den Rocky Mountains war bot es sich an in der wunderschönen, unbeschreiblichen Natur zu campen und bei Lagerfeuern gemeinsam abzuschalten. Ab und an sind wir auch nach Denver gefahren, haben uns zBsp das Football Stadion angeschaut oder einfach mal etwas anderes gegessen, als die restliche Woche im Camp. Mein erstes Baseball-Game war auch eine echt coole Erfahrung!

Die Zeit danach / Der Reisemonat
Nachdem ich 11 Wochen im Camp war habe ich meine 30 Tage zum Reisen vollkommen ausgeschöpft. Anfangs war ich mit einer Amerikanerin und einem Brasilaner, welche ich beide im Camp kennenlernte in SanFransisco! Danach ging es für mich und den Brasilianer mit einem gemieteten Auto die Küste Kaliforniens herunter. Nachdem mein Freund zurück nach Brasilien musste, kam meine Freundin aus Deutschland und wir bereisten zusammen Hawaii, Vegas, den Grand Canyon und NYC! Ich habe viele atemberaubende Worte gesehen und kann euch nur empfehlen, die Zeit zu nutzen. Allerdings habe ich von allem nur etwas gesehen und saß auch oft im FLieger, sollte ich die Chance nochmal bekommen würde ich mir 2 Orte aussuchen und diese genauer anschauen. Alles war eine Reise wert, aber San Fransisco und Colorado haben es mir am Meisten angetan.

Alles in einem bin ich echt froh, dass Abenteuer gewagt zu haben. Ich habe mich persönlich weiterentwickelt, indem ich selbstbewusster und organisierter geworden bin, meine Sprachkenntnisse sind jetzt auf einem anderem Level als vor der Reise und auch die Kontakte, die man geknüpft hat sind super spannend.