Mein Study Abroad Jahr

von Sven Linde

Mein Study Abroad Jahr

Ein unvergessliches Jahr!

Anders ist ein solches nicht zu bezeichnen. Mein Collegejahr in den USA war gespickt mit Herausforderungen, Überraschungen, Erlebnissen aber vor allem jeder Menge Spaß.

Das Foothill Community College in den Los Altos Hills der Bay Area, gerade einmal eine halbe Fahrtstunde südlich von San Francisco, gehört im ganzen Land zu einem der besten seiner Art. Kein anderes College in den Vereinigten Staaten transferiert mehr Studenten zu den großen Universitäten wie das benachbarte Stanford und hat in vielen Fachbereichen derart qualifizierte Professoren welche zum Teil internationales Ansehen genießen. Es wird in Fachkreisen nicht umsonst das „Harvard“ der Community Colleges genannt.

Doch neben den sehr guten Ausbildungsmöglichkeiten bot uns Foothill darüber hinaus eine Menge mehr. Diverse Studentenorganisationen, in denen jeder eintreten und sich engagieren kann, organisierten viele gelungene Veranstaltungen wie der Global Gala.

Doch nichts tat der sozialen Integration so gut wie das beitreten eines Sportteams. Ich spielte in einem fantastischen Fußballteam unter der Leitung eines hervorragenden Trainer- und Physiotherapeutenteam um Chef-Coach Tom Liner. Jedes Mitglied, egal woher, egal welcher Hautfarbe, gut oder schlecht, wurde von diesem Team nicht nur im Training und auf dem Platz sondern auch nach Trainingsschluss wie ein Familienmitglied integriert.

Neben dem College hat die Region eine Menge zu bieten. In der Bay Area um San Francisco herrscht ein sehr angenehmes Klima und die Landschaft bot zum Teil atemberaubende Aussichten. Mit den dort ansässigen Profisportteams wie den San Francisco 49ers (American Football), den San Francisco Giants (Baseball) oder den San Jose Sharks (Eishockey) ist für jeden Sportfan etwas dabei.

War einmal mehr Zeit und Geld übrig, so haben wir dies auch gern einmal genutzt um mehr von diesem tollen Land zu erkunden. Nach meinem ersten Quarter machten wir uns auf einen mehrtägigen Road Trip der Westküste entlang sowie etwas ins Landesinnere. Natürlich ist die USA zu groß um alles Sehenswerte in so einer kurzen Zeit zu erkundschaften. Dennoch gewannen wir im Yosemite-Nationalpark, Las Vegas, dem Grand Canyon und Los Angeles mehr als genug Eindrücke für eine Woche. Doch neben sämtlichen tollen Gegebenheiten wie dem College, dem Land oder die klimatischen Bedingungen waren es die Menschen welche meinen Aufenthalt dort so einzigartig gemacht haben.

Es mag für den ein oder anderen schwer sein in ein fremdes Land zu gehen. Viele fürchten sich, sind frustriert oder haben Heimweh. Ich hatte nichts der Gleichen und das alles weil ich Leute vom ersten bis zum letzten Tag an meiner Seite hatte. Es waren Menschen aus den verschiedensten Teilen der Welt und sie alle hatten eines gemeinsam. Sie waren offen, freundlich und haben füreinander gesorgt und sich unterstützt. Diese Mentalität sprang automatisch auf jeden „Neuankömmling“ über und dafür liebe ich dieses Land.