79 Days in Oz

von Laura Innerwinkler
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So zufrieden war ich mit dem Programm:

79 Days in Oz

Wenn mich jetzt jemand fragen würde, ob ich noch einmal nach Australien möchte, wäre die Antwort ein eindeutiges „Ja – am besten sofort!“. Obwohl meine Freundin und ich nur kurz dort waren, haben wir unglaublich viel gesehen und erlebt. Unsere Reise begann im September 2016. Die Anreise war schrecklich lang und anstrengend und ich war wirklich super müde. Im Hostel in Sydney lernten wir sofort viele neue Leute kennen. Den ersten Tag verbrachten wir mit schlafen, bevor wir dann Sydney erkundeten. Das „Opera House“ und die „Harbour Bridge“ sind wirklich schön, vor allem der Botanische Garten bot eine super Sicht auf beides. Wir erkundeten auch sofort den „Wildlife Sydney Zoo“ mit all seinen typisch australischen Tieren. Der Vormittag im AIFS Büro war auch richtig toll, da man sehr viele Ideen bekam, welche Ausflugsziele man unbedingt besucht haben muss. Allgemein sind die AIFS Mitarbeiter in Sydney super lieb und helfen einem wirklich bei jedem Problem, bei jeder Buchung und allem was sonst noch so anfällt. Top Team!

Nach drei Tagen ging es dann weiter auf unsere erste Farm. Eine dreistündige Autofahrt brachte uns mitten in den Australischen Busch. Wald wohin das Auge reichte, kein Empfang, der nächste Nachbar 4 km entfernt. Trinkwasser gab es nur, wenn man Regenwasser filterte und Strom nur durch Sonnenergie. Unsere Unterkunft? Ein richtig uriger kleiner Camper Van. Der Schock war groß. Unser Klo? Ein typisches australisches „Dunny“ (Plumsklo) inkl. Riesenspinne. Na toll! Die Farmer selbst waren ein echt nettes Ehepaar mit einem Hund, zwei Pferden und einigen Hühnern. Wir halfen viel im Haushalt mit und backten alle paar Tage einen gesunden Kuchen und Kekse. Wir kümmerten uns um die Tiere und machten allerlei Alltägliches wie Holzhacken, Regenrinnen saubermachen und das Grundstück von Unkraut und leicht entzündbaren Sträuchern, Büschen und Bäumen befreien. Wenn man einmal so fernab aller Zivilisation ohne Gegenstände wie z.B. Waschmaschine, Geschirrspüler, Toilette, Warmwasser, Handy etc. lebte, dann lernt man die kleinen Dinge im Leben wieder richtig zu schätzen. Vor allem die Tiere machten uns zu schaffen. In der Küche lebte nämlich eine Huntsman Spider und die ist wirklich richtig groß. Im Garten waren „Red-bellied Black Snakes“ und viele „Monitors“ beziehungsweise „Goanas“. Unter unserem Wohnwagen lebte ein Wombat und in den Bäumen um unseren Wohnwagen hausten ein paar Opossums und Flughörnchen. Die Erfahrungen, die wir hier sammeln konnten, waren wirklich einzigartig und wir haben auch sehr viel über uns selbst gelernt. Manches mag jetzt vielleicht abschreckend klingen, aber wenn man es mal ausprobiert, ist es wirklich lustig und eine schöne Erholung für die Seele. Wir blieben schlussendlich ganze fünf Wochen auf dieser Farm.

Nachdem wir uns auf der ersten Farm ausgepowert hatten, beschlossen wir zuerst an die Westküste nach Perth zu fliegen, um von dort aus an einer zweiwöchigen Bustour teilzunehmen. Besonders aufregend war der Besuch im „Karijini National Park“ mit all seinen wunderschönen Schluchten und natürlichen Wasserpools. Aber auch das Schnorcheln im „Ningaloo Reef“ würde ich jederzeit wieder machen.

Die Tour endete für uns wieder in Perth, danach reisten wir nach einem kurzen Abstecher zu den Quokkas auf „Rottnest Island“, nach Adelaide zu unserer zweiten Farm, die direkt in den Adelaide Hills gelegen war. Hier hatten wir unser eigenes kleines Haus mit Couch, Fernseher, Bad und Küche. Neben Gartenarbeit war unsere Hauptaufgabe die Fütterung der unzähligen Farmtiere. Wir hatten das Privileg immer zwei Tage zu arbeiten und einen Tag frei zu haben. Die Farmer brachten uns sogar überall hin, so dass wir viel besichtigen konnten. Ich empfehle hier auf jeden Fall den „Cleland Wildlife Park“ (Koalas halten und kuscheln!) und „Granite Island“, denn dort sind die Felsen so wunderschön.

Von Adelaide aus nahmen wir an einer zweitägigen Busreise entlang der „Great Ocean Road“ teil. Am Ende der Tour kamen wir in Melbourne an. Dort verbrachten wir zwei kurze aber doch sehr spannende Tage. Besonders in Erinnerung sind mir die Pinguine am „St. Kilda Beach“ geblieben.

Wir fuhren mit dem Nachtzug nach Sydney und nahmen als nächstes gleich am Surfcamp teil. Das Camp war super lustig und wir lernten sehr viel von den Surflehrern. Im Surfcamp trafen wir auch wahrgewordene Klischees: Die Surflehrer waren blond, lockig, dünn und haben alle die weißen Bademeisternasen. Sie waren super relaxed und redeten im typischen Aussie Slang.

Unsere Reise endete mit ein paar Tagen Sydney Sightseeing und einem Besuch in den „Blue Mountains“ und dem „Bondi Beach“. Dann hieß es für uns auch schon wieder ab ins Flugzeug zurück nach Österreich.

Ich kann nur jedem weiterempfehlen nach Australien zu gehen und sich diesen faszinierenden Kontinent mal selbst anzuschauen. Vor allem mit AIFS wird die Reise sehr einfach gemacht, da man viele Hilfestellungen bei den Buchungen bekommt und die Mitarbeiter im Büro in Sydney viele Tipps und „Must-See“-Orte kennen. Ich freue mich schon darauf, ein weiteres Mal dorthin zu fliegen, um mir den Rest anzuschauen. I am absolutely in <3 with that continent!