6 Wochen auf der grünen Insel

von Annelie Haker

6 Wochen auf der grünen Insel

Soll ich fahren, soll ich nicht? Diese Frage habe ich mir vor meiner Ausreise immer wieder gestellt. Jetzt weiß ich, es war keine Fehlentscheidung. AIFS hat mich bei meinen Vorbereitungen sehr unterstützt. Ich bekam Flyer zugeschickt, Zugvorschläge für die Anreise zur Farm und und und. Am 25.4.18 ging sie dann los; meine 6- wöchige Reise nach Irland. Zunächst erst nach Dublin. Dort brauchte ich mich um nichts kümmern. Nicht ums Essen, nicht ums Hotel, da AIFS dies erledigte. Das einzige war die Reise vom Flughafen zum Hotel. Aber selbst dafür bekam ich im Vorfeld eine genaue Information. Mit dem Essensgutschein, den ich vorher zugesandt bekam hatte ich keinerlei Probleme in der Church Bar Dublin. Dort erlebst du zum ersten Mal die irische Kultur. Am nächsten Tag gab es Frühstück und dann ging es zum Bahnhof.

Ich muss zugeben, am Anfang war ich ein bisschen skeptisch, ob ich die alleinige Anreise zur Farm packe, da es 2h bis zur Farm (Dairy) waren und ich auch umsteigen musste. Aber ich bin über mich hinausgewachsen und habe es von Dublin nach Charleville geschafft. Ich musste mich zwar durchfragen, aber das übte meine ersten Englischkenntnisse. Nach kurzer Wartezeit am Bahnhof in Charleville wurde ich von meiner Gastfamilie abgeholt. Wir waren uns von Anfang an sympathisch. Ich hatte so viele Befürchtungen wie meine Gastfamilie sein wird. Total umsonst! Mich hätte es besser nicht treffen können. Ich wurde so herzlich aufgenommen, das hab ich noch nie erlebt. Mein erster Tag verlief ruhig. Mir wurde die Farm gezeigt und alles wichtige erzählt.

Am nächsten Tag ging das Farmleben los. Morgens um 7 Uhr melken und Kälber füttern. Ich hatte vorher keinerlei Erfahrungen mit Tieren und dann gleich große Kühe... Aber es lief einwandfrei. Nach nur kurzer Zeit bekommst du das Gefühl dafür. Zeitgleich musste ich die Kälber füttern. War ich am Anfang überfordert. Aber ich habe eine Liste bekommen, welcher Stall was und wie viel braucht. Abends gegen 16 Uhr musste ich wieder das Gleiche machen. Tagsüber erledigte ich alltägliche Dinge wie z.B. bei den Kälbern Stroh verteilen, Müll zusammensuchen und ja, auch Kuhkacke wegmachen. Das ist aber gar nicht so schlimm. Ich durfte auch Traktor fahren. Ganz ganz oft bin ich mit zum „mart“ gefahren. Dort werden Kühe und Kälber versteigert. Es ist total interessant, wie sich die Käufer gegenseitig hochbieten. Dort herrscht aber eine eigene Sprache. Das muss man mal erlebt haben!

An den Wochenenden hatte ich frei und die Chance genutzt meine Umgebung kennenzulernen. Ich habe Fahrradtouren gemacht, Tagesausflüge mit der Familie oder auf eigene Faust.

Ich habe es keine Sekunde bereut Farmwork & Travel in Irland zu machen. Irland ist eine total idyllische und schöne Insel, die Chance für tolle Fotos und Entspannung bietet. Ich würde es jedem weiterempfehlen!

Einzige Voraussetzung in meinen Augen: Man darf sich nicht zu schade sein, sich dreckig zu machen. Mit dieser Voraussetzung wird jeder Farmworkaufenthalt zu etwas ganz neuem und schönen mit vielen neuen Erfahrungen!

Liebe Grüße Annelie