von Maximilian

Mein Volunteer-Projekt ging letzten Freitag nach 4 Wochen zu Ende. Die Tage dort gingen sehr schnell vorbei. Alles in allem war es eine gute Zeit, auch wenn man nach einigen Tagen schon mehr oder weniger am verzweifeln war. Ich versuch' mal die einzelnen Wochen zusammenzufassen: Nachdem ich am ersten Freitag gegen Mittag in den Centennial Park nach Sydney gekommen bin, um mich dort für mein Projekt zu melden, wurde mir schon sehr früh mitgeteilt, dass ich für die kommenden vier Wochen nach Canberra geschickt werde, um dort bei insgesamt 3 Projekten zu unterstützen. Nach einer kurzen Aufklärung über die "Gefahren" im Buschland (du wirst viele Spinnen sehen), drehte ich mit dem Leiter der CVA (Conservation Volunteer Australia) in Sydney noch eine Runde durch den Park, bis er mich schließlich zum Busbahnhof fuhr und in den Bus nach Canberra setzte. Dort angekommen traf ich dann auf Ken (unser Ansprechpartner in Canberra, der auch immer mit uns gearbeitet hat) und Nicole (eine Volunteer aus Bulgarien). Das Wochenende verbrachte ich dann damit, die australische Hauptstadt zu erkunden. Am Montag ging es dann los mit der Arbeit. Wir wurden, so wie an den folgenden Tagen auch, um 8 von Ken abgeholt und zum "Arbeitsplatz" gefahren - einem Flussufer etwa eine Stunde südlich von Canberra. Dort sollten wir in der Woche zusammen mit anderen Freiwilligen aus Canberra und Umgebung etwa 1000 kleine Bäume und Sträucher pflanzen. Die Arbeit an sich war schon anstrengend, aber auch nicht unmöglich. Am ersten Tag hat uns noch ein Inder aus dem Hostel begleitet, der aber am folgenden Tag nicht mehr mitkommen wollte. Die Arbeitszeit war von ca. 9 - 14 Uhr, je nachdem wie schnell wir waren. Darin enthalten aber zwei Pausen, der "Breakfast Tea" und Lunch. Freitag Nachmittag trafen dann zwei weitere Volunteers bei uns ein, einmal Qi Hang aus Singapur und Corinne aus der Schweiz. Montag fuhren wir dann zu einem Farmer, der auf seinem Grundstück mit Hilfe von 2500 Pflanzen das Stück Land zwischen Fluss und einem Wäldchen überbrücken wollte. Da wir immer um die acht Freiwillige waren, haben wir die Arbeit in einer Rekordzeit bis Mittwoch Nachmittag erledigt. Am Donnerstag und Freitag haben wir dem Farmer dann dabei geholfen, einen etwa 2km langen Zaun entlang der gepflanzten Pflanzen zu errichten. Donnerstag gab es dann noch zu unserer Belohnung noch ein Barbecue. In der darauffolgenden Woche fingen wir am ersten Tag damit an, in einem Nationalpark Wege von herunterragenden Ästen zu befreien, da es am Wochenende teils sehr stark geregnet hat. Eine im Vergleich zu den ersten beiden Wochen sehr angenehme Arbeit. Dienstag sollte es dann zu einer Farm bei Cooma (3 Std. südlich von Canberra) gehen, wo wir die Tage bis Freitag auch übernachten sollten. Da es aber auch dort sehr stark geregnet hat und die Zufahrtsstraße überflutet gewesen ist, konnten wir erst am Mittwoch aufbrechen. Viel von der Farm gibt es nicht zu berichten, die Arbeit war sehr einfach, die Farmbewohner waren ein nettes, altes Ehepaar und abends wurde zusammen gekocht und ein Bierchen getrunken. Am Freitag mussten wir dann Nicole verabschieden, die nach Ihren 4 Wochen Volunteer zurück nach Bulgarien flog. Es war doch ein recht emotionaler Abschied, da man sich in den 3 Wochen sehr gut angefreundet hat. Mit ihr halte ich auch immer noch Kontakt. Zusätzlich kamen noch 2 neue Freiwillige aus der UK an. In der letzten Woche ging es damit weiter, Erosionsschütze zu bauen, um das Auswaschen eines Hanges zu verhindern, Bäume zu pflanzen sowie ein paar alte Sträucher abzuholzen. Auch hier gibt es nicht mehr allzu viel zu berichten, die Farmerin war auch sehr nett und hat uns für Freitag ein Barbecue versprochen, dass leider wegen des anhaltenden Regens ausfiel. Donnerstag Abend haben wir dann Qi Hang verabschiedet, der für Freitag Mittag seinen Rückflug nach Singapur gebucht hat - seine Agentur hat ihm mitgeteilt, dass die Arbeit schon Donnerstag endet und nicht erst Freitag. Insgesamt muss ich auch sagen, dass Ihr von AIFS den besten Service bietet, im Vergleich zu den Agenturen der anderen Volunteers. Auch die Orientation in Sydney war sehr informativ, wenn aber auch mit dem Bankbesuch sehr lang. Da wir Freitag keine Arbeit hatten, fuhren wir schon gegen Mittag zurück nach Sydney, wo ich bis gestern blieb und mir ausgiebig die Stadt angeguckt habe - nur das Wetter hätte besser sein können. Derzeit befinde ich mich in Gold Coast bei einem Freund aus Deutschland, bei dem ich ein paar Tage kostenlos wohnen kann. Samstag fliegen wir dann mit einem anderen Freund zusammen nach Fiji für 7 Tagen.