Schildkrötenschutzprojekt auf Rodrigues - Die ganze Insel gleicht einem Paradies.

von Christin

Schildkrötenschutzprojekt auf Rodrigues - Die ganze Insel gleicht einem Paradies.

Von Montags – Freitags waren wir im Reservat zum Arbeiten. Dort werden Voluntäre händeringend benötigt, da viele Aufgaben sonst etwas zu kurz kommen. Wir haben zu Beginn einen Stundenplan bekommen, wo wir an jedem Tag für verschiedene Bereiche eingeteilt wurden.
Ein Arbeitstag geht von 08:00 – 16:00 Uhr, wobei wir auch freiwillig etwas früher angefangen sind, um alles von Anfang an mitzubekommen. Die Tage und Zeiten sind auch nach Absprache flexibel zu ändern. Morgens sind wir meistens in der Babystation angefangen, haben die Schildkröten vom Nachtquartier ins Tagesgehege gesetzt und dabei gezählt und geschaut, ob sie gesund sind. Danach ging es in die Krankenstation der Babyschildkröten, um diese zu pflegen. Weitere Aufgaben waren das Zählen der 3-10 jähringen Schildkröten, das Wiegen, Messen & Markieren der freilebenden Schildkröten und manchmal auch das Säubern. Nachmittags waren wir im Service im Restaurant eingeteilt. Dieser Punkt steht allerdings nur auf dem Stundenplan, wenn Ferien sind. Helfen in der Küche, der Boutique und der Rezeption gehören auch mit dazu. Einen Tag haben wir auch außerhalb des Reservats in der Gärtnerei verbracht, wo Pflanzen und Bäume für die Aufforstung des Reservats herangezogen werden. Wir wurden sehr gut betreut und freundlich aufgenommen. Sollte einem eine Aufgabe gar nicht liegen, kann man das auch erwähnen und der Stundenplan wird angepasst, allerdings sollte man schon sehr offen dafür sein, dort mit anzupacken, wo Hilfe gebraucht wird. Wir haben jeden Tag 1L Wasser und ein Mittagsessen im Restaurant bekommen. Die Speisekarte ist sehr abwechslungsreich und die Jungs ein der Küche bereiten einem sonst auch gerne individuell etwas zu. Abends nach Feierabend haben wir dann auch noch freiwillig den Strand gesäubert, da leider das Verständnis für die Müllentsorgung noch nicht überall angekommen ist. Hier wurden wir tatkräftig von den Kindern des Dorfes unterstützt.

Wir haben in einer Gastfamilie übernachtet. Dort hatten wir jeder unser eigenes Zimmer und wir konnten die Küche der Familie mitbenutzen. Man sollte sich allerdings klar darüber sein, dass der Standard nicht dem deutschen Standard gleicht. Während der Trockenzeit kann es auch vorkommen, dass nicht täglich Wasser zum Duschen zur Verfügung steht. Die Familie war sehr nett, und die Gastmutter hat nebenan ein kleines Geschäft, wo man alles Wichtige kaufen kann. Die Gastfamilie liegt fußläufig zum Reservat. Der Weg führt durch das Dorf, wo man jeden Morgen und Abend freundlich von allen Bewohnern gegrüßt wurde.

Unbedingt ganz viel Moskitospray einpacken und sich auch IMMER einsprühen. Europäisches Blut scheint eine Delikatesse für die Moskitos zu sein.