Social Work Projekt

von Chiara

Social Work Projekt

Ich hatte die Möglichkeit mich zwischen dem ADS in Albion, dem CED in Albion, dem CED in la Valette oder dem Garten (le jardin d'eveil) zu entscheiden. Es gehören zwar noch weitere Einrichtungen zu dem NGO, allerdings sind diese entweder zu weit weg von Flic en Flac (dem Unterbringungsort).

Die beiden CEDs bestehen jeweils aus einer Nursery, also quasi einer Kinderstube (entsprechend einer Krippe in Deutschland) und einer Preschool/Kindergarten (entsprechend einem Kindergarten in Deutschland). Die Nurseries jeweils kümmern sich um Kinder von 3 Monaten bis 3 Jahren und die Preschool dann von 3 Jahren bis ,ich meine, 6 Jahren, kann aber auch 7 gewesen sein. Also eigentlich ähnlich zu Deutschland. In dem CED in Albion gab es allerdings quasi ein "Aufnahmeverfahren" (im negativen Sinne) für die Nursery. Es wurden die Lebensumstände und -verhältnisse der Babys/kleinen Kindern genau angeschaut, ob ihre Lebensumstände quasi so schlimm und schlecht sind, dass sie in die Nursery gehen dürfen. Beim CED in Albion gab es das nicht, da durften Kindern hinkommen, egal aus welchen Verhältnissen sie kommen. Ob das bei der Nursery in La Valette auch so war, habe ich ehrlich gesagt nicht mehr genau im Kopf.

Den jardin d'eveil würde ich mit einem Sinnesgarten vergleichen, wo die Kinder ihre fünf Sinne durchleben und ausprobieren können. Es gab zum Beispiel "Stationen" wo die Kinder etwas riechen konnten, etwas erfühlen konnten,...Außerdem gibt es dort diverse Sachen aus recyclten Dingen; aus Plastikflaschen, etc etc. Wie oft und wie regelmäßig die Kinder dort hingehen weiß ich leider nicht, da ich nur an meinem aller ersten Tag einmal kurz da war. Als Volontär würde man etwas für den Garten bauen/kreiieren, etwas anpflanzen, etc.

Das ADS wird auch "Special needs school" genannt. Die Kinder sind zwischen 7 und 17 Jahren und kommen eben, wenn sie Probleme in normalen Schulen (sei es bez. Aufmerksamkeit, etc) haben, aber auch zum Beispiel wenn sie ihre Prüfungen nicht geschafft haben. Ich würde es nicht direkt mit einer Sonderschule, wie in Deutschland vergleichen, weil ich manchmal irgendwie das Gefühl hatte, dass die Kinder teilweise auch nur mit irgendetwas beschäftigt wurden. Viele Kinder dort haben allerdings auch schon eine sehr große und traurige Geschichte erlebt mit ihren jungen Jahren. Beim ADS ist auch der Hauptsitz des NGO. Die Chefin, Psychologe usw. haben ihr Büro angrenzend zum ADS.

Zu den Aufgaben in den einzelnen Bereichen: Jeder Volontär muss sein eigenes Projekt vor Ort machen. Während der Zeit, wo ich auf Mauritius war, war auch ein Volontär im Garten und einer im CED in Albion. Man muss ganz klar sagen, dass dieses persönliche Projekt am Besten im CED umgesetzt wurde und der Volontär im CED auch neben seinem Projekt am Meisten dort integriert wurde. Meine Aufgaben waren neben meinem Projekt eigentlich neben viel aufpassen, mit den Kindern reden, sie teilweise unterstützen/ihnen helfen während activities (aber ehrlich gesagt, eher weniger) und allgemein einfach aufpassen, dass die Kinder ruhig bleiben, nicht wirklich konkrete. Da man eben auch nie wusste, zu welchen drei activities man an jedem Tag geht und so eben auch nicht vorher mit dem jeweiligen Lehrer sprechen konnte, was er für die jeweilige activity geplant hat.

Ich persönlich war total zufrieden mit der Sauberkeit in der Unterkunft. Das Appartement wurde einmal im Monat vom landlord, bzw. seiner Frau geputzt. Ansonsten hatte man aber auch einen Besen, Wischmop und Eimer stets zur Verfügung, um selber etwas sauber zu machen. Allerdings muss ich aber auch sagen, dass ich wohl in einer der neueren Appartements war. Ich habe aber auch die anderen Appartements zum Teil gesehen, die meiner Meinung nach auch in Ordnung waren. Klar sind die Standards teilweise anders, wie in Deutschland und man kann mit dem Besen nicht so gut sauber machen wie eben mit einem Staubsauger. Aber wie gesagt, das war auf jeden Fall in Ordnung. Allerdings habe ich vor Ort, auch andere Meinungen gehört. Die Unterkunft war wirklich sehr gut und auch wirklich groß (damit hatte ich ehrlich gesagt gar nicht gerechnet). Davon war ich wirklich positiv überrascht.

Bezüglich AIFS bin ich sehr zufrieden und habe mich den ganzen Aufenthalt, aber auch die Zeit vorher immer gut aufgehoben gefühlt. Ich wurde auch von vielen, sei es Volontärs vor Ort, die andere Organisationen hatten, oder Freunden aus Deutschland gefragt, warum AIFS und ob ich zufrieden mit AIFS bin. Und darauf konnte ich definitiv ja sagen und warum AIFS, dadurch, dass man bei AIFS einfach sehr schnell Antworten bekommt, egal wie wichtig/unwichtig/einfach seine Frage ist und einfach generell der Umgang und die Freundlichkeit.