NZ Conservation Volunteers – eine Erfahrung fürs Leben!

von Rebekka Paul
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So zufrieden war ich mit dem Programm:

NZ Conservation Volunteers – eine Erfahrung fürs Leben!

Am 06.07.2015 hieß es für mich: „Tschüss Deutschland“ und gute 28h später „Kia Ora New Zealand“!

Da ich ziemlich aufgeregt war, verlief meine Ankunft vom Flughafen bis zum Hostel in Auckland etwas chaotisch ab. Ein kurzer Einblick in meine ersten 2h in NZ: Ich steh am falschen Gepäckband und rette meine Reisetasche kurz vor Abtransport; Wanderschuh-Kontrolle, die ganz unten verstaut waren und ich durch die Schutzfolie in meine Tasche geschnitten habe, um diese vorzuzeigen; und zu guter Letzt habe ich den Anschlussbus natürlich auch nicht bekommen. Das alles kann man sich sparen, wenn man ruhig bleibt und die Tipps von AIFS im Hinterkopf hat. Mit den vorher zugesendete Reiseunterlagen und Handbüchern kann man sich sehr gut auf die Reise vorbereiten!

Naja, etwas verspätet traf ich dann bei regnerischem Wetter im Hostel „The Attic“ ein und wurde umso herzlicher begrüßt. Von der Networking Liste wusste ich, dass zwei weitere Teilnehmer mit mir ankommen; eine (Tina) macht sogar das gleiche Freiwilligenprojekt wie ich. Wir wurden in einem Zimmer untergebracht und verstanden uns auf Anhieb. Einen Tag später planten wir mit 2 weiteren AIFS Teilnehmern das Wochenende, bevor Tina und ich Freitag ins Volontär-Haus einzogen. Die Wochenenden stehen uns Volontären nämlich immer frei zur Verfügung. Dank des Wegweisers von AIFS war das Volontär-Haus am Mount Eden einfacher zu finden als gedacht. Dort lernten wir einige andere Volontäre aus 5 verschiedenen Ländern kennen. Ab diesem Punkt wurde untereinander definitiv nur noch Englisch gesprochen! Nach dem ersten Kennenlernen und der Einführung in das Projekt, wurden wir mit bereits tatkräftigen Unterstützern in 2 Gruppen aufgeteilt. Insgesamt waren wir ca. 15 Personen.

Montag ging es dann endlich los und wir fuhren ca. 1 1/2h mit dem Auto zum Atiu Creek Regional Park. Auf dem Weg kauften wir mit einem vorgegebenem Budget Lebensmittel für 5 Tage ein, da wir uns selbständig mit Essen und Getränke versorgen mussten. Das gemeinsame Kochen und Zusammensitzen oder Spielen nach der Arbeit machte immer sehr viel Spaß. Wir haben immer von 8am bis 4pm im Park mit Mittagspause gearbeitet, egal bei welchem Wetter. Und damit mein ich wirklich bei jedem Wetter! In NZ kann man nie auf die Wettervorhersage vertrauen und sollte sich für 4 Jahreszeiten eindecken (Zwiebellook!). Ein Beispiel wie ein Tag so aussehen kann: morgens im Trockenem Unkraut jähten/Bäume fällen, mittags bei Regen Zäune auflösen und neu aufstellen, nachmittags bei Sonnenschein Pflanzensamen sortieren. „Normal“ ist in NZ wenig, aber was ist schon normal? Trotz viel Arbeit kam der Spaß und das Lernen der neuseeländischen Kultur nie zu knapp. Beeindruckend ist vor allem zu sehen, welche Auswirkungen unsere Arbeit hat. Unser Park Ranger zeigte uns Waldgebiete, die von Volontären errichtet wurden – es lohnt sich die einheimische Flora und Fauna aufrecht zu erhalten!

In der 2. Woche ging es mit unserer neuen Leiterin zum Awhitu Regional Park. Er liegt direkt am Strand und unser Volontär-Haus war super schön. Es gab mehrere Zimmer mit vielen zusätzlichen Decken, die uns neben unseren Schlafsäcken warm hielten. Nach einem regnerischen kalten Wintertag konnten wir uns somit nach einer heißen Dusche mit heißen Getränken und Decken aufwärmen. Anschließend gab es vernünftige Abendessen zur Stärkung, sodass der Dreck längst wieder vergessen war. Denn fast täglich mussten wir das Quad, oder auch uns, aus dem Schlamm befreien. Alle stürzten sich mit Elan in den Dreck, um zu helfen. Es wurde dabei herzlichst gelacht! Meine Gruppe hat sogar seit langem die meisten Bäume pro Tag gepflanzt. Wir sind auf über 2.500 Bäume gekommen. Es hat uns schon ziemlich stolz gemacht. Als Belohnung haben wir auch kleine Ausflüge an den Nachmittagen mit unserer Leiterin und dem Park Ranger gemacht. Unter anderem haben wir die Freiwillige Feuerwehr „Awhitu Volunteer Rural Fire Force“, den Leuchtturm „Manukau Heads“ und weiter Strände besucht. Es ist eine unheimlich schöne Gegend, die ganz viel Kultur und Natur zu bieten hat.

Meine 2 Wochen als Freiwilligenhelfer gingen schneller um, als mir lieb war. Dennoch habe ich super viel dazugelernt und bin unfassbar dankbar für die dortige Zeit und Hilfe von AIFS! Ich werde die Zeit missen, aber nie vergessen!

Eure Rebekka