Volunteer Anna

von Anna

Volunteer Anna

Es ist bereits knapp 3 Wochen her, dass ich in Bangkok in den Flieger gestiegen bin und Thailand wieder verlassen habe. Ich habe dort 8 Wochen über AIFS an verschiedenen Freiwilligenprojekten teilgenommen und möchte hier für Interessierte oder auch bereits Packende meine Erfahrungen teilen und vielleicht ein paar Tipps geben.

Vorab kann ich AIFS als Organisation für dieses Projekt empfehlen. Die Betreuung war super freundlich und Hilfe hat man egal ob aus Deutschland oder Thailand immer zeitnah bekommen. Was dazu gesagt werden muss ist, dass vor Ort in Thailand mehr Projekte angeboten werden als auf der AIFS Website. Dies wäre aber für mich auch im Nachhinein kein Grund eine andere Organisation zu wählen, ist nur etwas, das man im Hinterkopf haben kann.

Ende August bin ich von Frankfurt nach Bangkok geflogen, dort angekommen wurde ich zusammen mit drei anderen abgeholt und mit dem Taxi ins Twin House gefahren. Phil, der Koordinator dort, hat uns begrüßt, Dokumentenkram gemacht (500 Baht braucht man hier griffbereit als Pfand für den Schlüssel) und uns unsere Zimmer gezeigt. Das sind einfach eingerichtete 4er Zimmer. Ein Tipp wäre jetzt in jedem Fall eine Waschtasche zum aufhängen und Organisationssysteme für den Koffer oder Rucksack mitzunehmen. Schränke gibt es nicht und auch keine Tische oder Stühle zum Ablegen. Ist alles kein Problem, ist nur praktisch, dafür vorgesorgt zu haben. Ansonsten mochte ich die Unterkunft sehr gerne. Das Essen war gut (vegan essen funktioniert auch), es gibt einen Aufenthaltsraum mit Fernseher für verregnete Netflixnachmittage und auch in Kim’s Bar kann man sich die Abende schön machen. Bei Phil, der eigentlich Schotte ist, hatte man immer das Gefühl in seiner europäischen Denkweise verstanden zu werden, wenn es mal ein Problem gab. In den Wochen, in denen ich da war, war der Anteil Deutscher Leute schon ziemlich hoch. Die meisten hatten auch gerade ihre Schule beendet und waren zwischen 17 und 20. Da man dort wirklich nur aufeinander fixiert ist, lernt man wirklich schnell nette Leute kennen.

Die Projekte, die ich in Singburi gemacht habe, waren die kulturelle Einführungswoche, mehrere Wochen Temple school (Orphanage) und das teaching. Dank der Möglichkeit, vor Ort Projekte zu wechseln, war ich dann auch 2 Wochen in Hua Hin und habe dort das beach Yoga und das beach combi Projekt gemacht. Zum Abschluss war ich noch eine Woche in den Nationalparks zum jungle trekking. Für mich war das die perfekte Mischung aus Freiwilligenarbeit und ‚Erholung‘. Ich glaube da muss jeder seine eigenen Erfahrungen machen, da jeder einen anderen Anspruch hat. Man kann ja aber sehr flexibel dort entscheiden was man macht, daher muss man sich vorher nicht zu viele Gedanken machen. Darauf vorbereitet würde ich einfach Klamotten für alle möglichen Situationen einpacken. Lange, dünne Shirts, mal einen dicken Pulli und auch kurze, schickere Sachen, wenn man dann mal nach Bangkok fährt.

Meine wertvollsten Investitionen zu Hause waren gutes Mückenspray und eine Thermosflasche; dort eine Sim Karte und 2x jeweils 30 Tage unlimitiertes Internet insgesamt für umgerechnet 30€. Klingt blöd aber Mückenspray rettet Leben, eine Thermosflasche erspart, schon zum Mittagessen lauwarmes Wasser trinken zu müssen und Internet ist schon praktisch, besonders wenn man ein Wochenende in Bangkok verbringt, mal was übersetzen muss oder aus dem Zimmer heraus telefonieren möchte. In Bangkok war ich 2x und das ist je nachdem was man macht und wie man sich einquartiert auch nicht besonders teuer.

Insgesamt hatte ich zwei tolle Monate in Thailand, habe wirklich nette Leute kennengelernt und kann es jedem empfehlen.