Mein High School Aufenthalt in Irland

von Pia
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So zufrieden war ich mit dem Programm:

Mein High School Aufenthalt in Irland

Ende August letzten Jahres ging es auch für mich endlich los nach Irland, wo ich vier Monate verbracht habe. Selbst am Tag des Abflugs konnte ich immer noch nicht realisieren, dass ich meine Familie und Freunde für so eine lange Zeit nicht sehen würde. Seit ich mich etwa ein Jahr vorher über Auslandsaufenthalte informiert und mich schließlich bei AIFS beworben hatte schwebte mir der Gedanke an Irland oft im Kopf, wurde aber meistens von anderen Dingen verdrängt. Erst als ich Anfang Juni des Jahres meiner Ausreise meine Gastfamilie zugeteilt bekam wurde alles greifbarer.
Die ersten Tage in Dublin (Orientierungstage) vergingen wie im Flug und erleichterten mir den Einstieg erheblich. Anschließend wurden wir Schüler gemeinsam mit dem Reisebus in den Süden nach Cork oder Kerry gefahren, wo wir unsere Gastfamilien getroffen haben. Außer uns Deutschen befanden sich noch einige Spanier*innen und Italiener*innen im Bus. Wie sich später herausstellte, war eine der Spanierinnen meine Gastschwester (Rocio). Anfangs waren wir beide etwas schüchtern, was sich aber schnell legte. In Kerry angekommen wurden wir beide sehr herzlich von unseren Gasteltern empfangen und direkt in die Arme genommen. Generell lässt sich sagen, dass die Iren ein sehr freundliches und herzliches Volk sind. Was man dennoch relativ schnell lernt ist, dass „how are you“ auf der Straße meistens nur eine Begrüßungsfloskel ist und keine ernsthafte Antwort über deinen Gefühlszustand erwartet wird.

Die erste Schulwoche hat sich für mich sehr gezogen. Alles war neu und unbekannt und man kannte kaum jemanden. Glücklicherweise waren die Lehrer alle sehr nett und hilfsbereit und auch die Schüler haben einem gerne den Weg gezeigt. An die Schuluniform habe ich mich sehr schnell gewöhnt, da diese gar nicht so schlimm war wie erwartet. Auch die Fahrt mit dem Schulbus machte irgendwann Spaß, besonders wenn es regnete. Als erstes angefreundet habe ich mich mit den anderen internationals. Da wir als einzige anstelle des Fachs Irisch zusätzliche Englischstunden hatten verbrachten wir viel Zeit zusammen und die Tatsache, dass wir uns in der gleichen Situation befanden half zusätzlich. Den Kontakt zu den Irischen Schülern aufzubauen war anfangs etwas schwer, nach etwas Zeit wurde aber auch das immer leichter. Man muss sich einfach nur trauen, offen auf sie zuzugehen und anzusprechen. Außerhalb der Schule ging ich gemeinsam mit Freunden ins Fitnessstudio, wir machten Ausflüge oder gingen Essen. Wenn das Wetter mitspielte, was leider nicht sehr häufig der Fall war, trafen wir uns auch am Strand, der nur wenige Minuten vom Haus meiner Gastfamilie entfernt war.

Ein Highlight für mich war definitiv Halloween. Da Halloween in Irland entstanden ist hatte ich relativ hohe Erwartungen und wurde auch nicht enttäuscht. Nebelmaschinen, ein großes Lagerfeuer am Strand, als Zombies verkleidete Menschen in allen Läden und der „Tunnel of Terror“ sorgten dafür, dass sich der kleine Ort in dem ich lebte in ein Zombiedorf verwandelte. Leider ging auch dieser Tag viel zu schnell vorbei genau wie der Rest meiner Zeit in Irland. Heimweh hatte ich glücklicherweise kaum, dafür konnte ich viele neue Erfahrungen sammeln und Dinge sehen (z. B. Listowel races; Pferderennen) und erleben, die ich vorher nicht kannte. Alles in allem war mein Auslandsaufenthalt etwas, das ich nie vergessen werde.