Roaming through the Canadian Woods

von Laura Michler
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So zufrieden war ich mit dem Programm:

Roaming through the Canadian Woods

Als mein Cousin von seinem Work&Travel Aufenthalt in Australien erzählte, wurde mir klar, dass ich nach meinem Abi auch ins Ausland gehen möchte. Nachdem ich im Internet gesurft habe und auf AIFS gestoßen bin, habe ich mich für das Work&Travel Kanada Programm entschieden. Ich bin zusammen mit einer AIFS Gruppe ausgereist und die Unterstützung gerade zu Anfang war Goldwert! Los ging meine Reise in Vancouver, ich habe mich direkt in diese Stadt verliebt. Da ich erstmal ankommen und die Stadt erkunden wollte, habe ich mich nicht unmittelbar in die Jobsuche gestürtzt.
Ein paar Tage habe ich dann auf dem Bau gearbeitet, um schnell an gutes Geld zu kommen, allerdings habe ich mich dann bei WWOOF angemeldet, einer Organisation, die Farmen vermittelt auf denen man gegen Essen und Unterkunft arbeiten kann.
Da ich eher der Naturmensch bin, habe ich mich dazu entschlossen größtenteils WWOOFing zu machen, um wirklich mal ‘‘off the grid‘‘ zu leben und die Menschen und die Kultur besser kennenzulernen. Ich hatte einige Up&Downs während meines Aufenthalts und ich bin für beide Extreme äußerst Dankbar. Durch die ‘‘Downs‘‘ habe ich gelernt, für mich selbst mehr einzustehen und mir nicht alles gefallen zu lassen. Beispielsweise war ich Farmen, wo ich mich nicht wohlgefühlt habe oder mit dem Gastgeber nicht klar gekommen bin. Auch wenn nicht immer direkt ein Plan B zu Hand ist, es geht immer irgendwie weiter. Meistens bin ich nach dem Motto ‘‘go with the flow‘‘ gereist und habe Reisepläne geändert, je nach dem wer oder was mir gerade über den Weg lief.
Größtenteils war ich auf coolen Framen unterwegs. Eine lag im Yukon mitten im Nirgendwo und man musste mit dem Kanu fahren, um zur Farm zu gelangen. Ich hatte meine eigene Cabin und begann den Tag mit einem Hundespaziergang durch den Wald, bevor ich der eigentlichen Arbeit nachging. Neben einfacher Gartenarbeit, bin ich viel gewandert, habe was mit anderen WWOOFern unternommen oder der Gastgeber hat einem die Umgebung gezeigt.
Die ‘‘Ups‘‘ habe ich in vollen Zügen genossen, man fühlt sich richtig frei und kann seine Zeit so gestalten, wie man möchte, man weiß nie wo man landet oder was man am nächsten Tag entscheidet. Beispielsweise habe ich spontan einen Freund in Los Angeles besucht, einfach weil es sich gerade angeboten hat oder im Frühling hat mich ein Freund aus Deutschland besucht, mit dem ich einen Roadtrip durch die Rocky Mountains gemacht habe.

Diese Spontaneität tat unglaublich gut und ich konnte mich durch das gesamte Jahr hindurch auf eine neue Art und Weise kennenlernen. Es läuft nicht immer alles glatt, aber so läuft es im Leben halt, gerade das macht es ja so einzigartig.