Zur damaligen Zeit jedoch gab es in den USA kein Unternehmen,
das ein solches Studienprogramm anbot. Die drei jungen Männer
erkannten die Marktlücke und nahmen 1964 eine Auszeit bei
Procter and Gamble, um ein Study and Travel Programm für
amerikanische Schüler zu entwickeln.
Dabei hatten sie die Idee, mit Universitäten in Europa zusammen zu arbeiten, deren Räumlichkeiten in den Sommerferien leer standen. AIFS arbeitete mit zunächst 9 Universitäten zusammen und organisierte dort Sprachkurse für junge Amerikaner. In den USA wurde das Programm bei High School Lehrern bekannt gemacht, die viele ihrer Schüler für eine Studienreise warben.
1965 reisten die ersten Schüler mit AIFS nach Europa und am Ende der Saison zählte man insgesamt 1.500 Teilnehmer. Der Rest, so die drei, ist Geschichte!
In den 60er Jahren vergrößerte sich AIFS sehr schnell
und verlegte seinen Firmensitz nach Greenwich, Connecticut.
Zusätzlich zu den Schülerreisen wurde das Angebot
durch Programme für amerikanische College- und Unistudenten
erweitert.
Anschließend entwickelte AIFS ein Programm
für Schüler und Studenten aus dem Ausland, die eine
Zeit lang in den USA verbringen wollten. Camp America war geboren!
1970 verließ Doug Burck das Unternehmen, um ins Friedenskorps
einzutreten.
1981 wurde das Programm Academic Year in America (AYA) eingeführt. Für Schüler aus aller Welt gab es nun die Möglichkeit, für die Dauer eines Schuljahres eine amerikanische High School zu besuchen und während dieser Zeit bei amerikanischen Gastfamilien zu leben.
Basierend auf dem Wunsch zweier berufstätiger Ehepaare, die die Betreuung ihrer Kinder mit dem Gedanken des kulturellen Austauschs verbinden wollten, wurde 1986 das Au Pair in America Programm entwickelt, das sogleich nach dem Start ein voller Erfolg wurde.
Ende der 80er Jahre übernahm AIFS zwei Unternehmen in den USA, ELS Educational Services und die Firma ACIS, die auch im High School Sektor tätig war. ACIS fusionierte mit dem High School Bereich von AIFS und eröffnete ein Büro in Boston, Massachusetts.
Ebenfalls Ende der 80er Jahre wurde aus AIFS ein staatliches Unternehmen, das jedoch später wieder privatisiert wurde. 1991 formierte sich AIFS neu und Roger Walther übernahm den ELS Bereich als eigenständige Firma, die später an die bekannte Berlitz Gruppe verkauft wurde.

Duch die Entwicklung in den 90er Jahren, in denen Auslandsaufenthalten
eine immer größere Bedeutung beigemessen wurde, erlangte
auch AIFS einen höheren Bekannt- heitsgrad. AIFS Programme
wurden auch in Australien und Südafrika eingeführt
und Richmond, die American International University in London
vermittelte nun auch Praktika für ihre Studenten.
Der Online-Auftritt von AIFS, erfolgreiche Marketingkonzepte, das richtige
Gespür für neue internationale Programme, sowie die
professionellen und motivierten Mitarbeiter führten zu
einem Anstieg der Teilnehmerzahlen. Besonders die Programme
Camp America und Au Pair in America florierten.
Ende der 90er Jahre übernahm AIFS die deutsche Austauschorganisation Gesellschaft für Internationale Jugendkontakte (GIJK) in Deutschland sowie Au pair Discover in Südafrika. Aus GIJK wurde AIFS Deutschland und Au Pair Discover wurde in AIFS South Africa umbenannt. Nun konnten auch junge Leute aus Deutschland und Südafrika an Camp America und Au Pair in America oder an einem High School Jahr teilnehmen.
Kurz darauf eröffnete AIFS Büros in Melbourne, Sydney
und Warschau. Schließlich wurde auch das amerikanische
Büro in Greenwich zu klein, so dass man nach Stamford,
Connecticut zog, wo sich AIFS heute noch befindet.