ÜBER AIFS

Geschichte

Sir Cyril Taylor
Sir Cyril Taylor, GBE
Die Gründung des American Institute For Foreign Study (AIFS) war die Idee dreier junger Männer - Cyril Taylor, Roger Walther und Doug Burck - die Anfang der 60er Jahre in der Marketing-Abteilung von Procter and Gamble in Cincinnati, Ohio beschäftigt waren.

Ursprünglich stammte die Idee zu AIFS von Cyrils Ehefrau und damaliger Freundin Judy, die zu jener Zeit als Französischlehrerin an einer High School arbeitete und mit ihrer Klasse in den Sommermonaten eine Studienreise nach Frankreich unternehmen wollte.

Zur damaligen Zeit jedoch gab es in den USA kein Unternehmen, das ein solches Studienprogramm anbot. Die drei jungen Männer erkannten die Marktlücke und nahmen 1964 eine Auszeit bei Procter and Gamble, um ein Study and Travel Programm für amerikanische Schüler zu entwickeln.

Schülerin erhält ihr AIFS Teilnahmezertifikat

Dabei hatten sie die Idee, mit Universitäten in Europa zusammen zu arbeiten, deren Räumlichkeiten in den Sommerferien leer standen. AIFS arbeitete mit zunächst 9 Universitäten zusammen und organisierte dort Sprachkurse für junge Amerikaner. In den USA wurde das Programm bei High School Lehrern bekannt gemacht, die viele ihrer Schüler für eine Studienreise warben.

Viele Schüler reisen mit AIFS in die Summer School nach Europa

1965 reisten die ersten Schüler mit AIFS nach Europa und am Ende der Saison zählte man insgesamt 1.500 Teilnehmer. Der Rest, so die drei, ist Geschichte!

In den 60er Jahren vergrößerte sich AIFS sehr schnell und verlegte seinen Firmensitz nach Greenwich, Connecticut. Zusätzlich zu den Schülerreisen wurde das Angebot durch Programme für amerikanische College- und Unistudenten erweitert.

Unistudenten bekommen ihr AIFS Teilnahmezertifikat
Anschließend entwickelte AIFS ein Programm für Schüler und Studenten aus dem Ausland, die eine Zeit lang in den USA verbringen wollten. Camp America war geboren! 1970 verließ Doug Burck das Unternehmen, um ins Friedenskorps einzutreten.

Glückliche AIFS Camp America Teilnehmer

Das Richmond College in Richmond gehört AIFS
Richmond College
Da AIFS den Wunsch hatte, auch ein Studienprogramm in London anzubieten, erwarb man 1971 das Richmond College in Richmond, Surrey. 1972 wurde dort die „American International University in London“ gegründet, eine internationale Privat-Universität, die in den USA als gemeinnützig anerkannt ist. Kurz darauf wurde ein zweiter Campus im Stadtteil Kensington eröffnet und schon bald zählte die Richmond University 1.100 eingeschriebene Studenten aus aller Welt.

In den 70er Jahren wuchs das Unternehmen weiter an, die College Divison bot vermehrt Studienreisen nach Europa, Asien und Südamerika an.

1981 wurde das Programm Academic Year in America (AYA) eingeführt. Für Schüler aus aller Welt gab es nun die Möglichkeit, für die Dauer eines Schuljahres eine amerikanische High School zu besuchen und während dieser Zeit bei amerikanischen Gastfamilien zu leben.

Basierend auf dem Wunsch zweier berufstätiger Ehepaare, die die Betreuung ihrer Kinder mit dem Gedanken des kulturellen Austauschs verbinden wollten, wurde 1986 das Au Pair in America Programm entwickelt, das sogleich nach dem Start ein voller Erfolg wurde.

Ende der 80er Jahre übernahm AIFS zwei Unternehmen in den USA, ELS Educational Services und die Firma ACIS, die auch im High School Sektor tätig war. ACIS fusionierte mit dem High School Bereich von AIFS und eröffnete ein Büro in Boston, Massachusetts.

Ebenfalls Ende der 80er Jahre wurde aus AIFS ein staatliches Unternehmen, das jedoch später wieder privatisiert wurde. 1991 formierte sich AIFS neu und Roger Walther übernahm den ELS Bereich als eigenständige Firma, die später an die bekannte Berlitz Gruppe verkauft wurde.

AIFS Teilnehmer in Frankreich, Paris
Die College Division wuchs in den 80er Jahren weiter an. Zusätzlich zu den bestehenden Sommer-, Semester- und Schuljahresprogrammen wurde ein neues Konzept, das sogenannte Partnership Program entwickelt. Im Rahmen dieses Programms hatten amerikanische Colleges und Universitäten die Möglichkeit, ihre eigenen Lehrpläne an Fakultäten im Ausland zu unterrichten. Besonders bei Collegestudenten, die auf diese Weise günstig für eine Zeit lang ins Ausland gehen konnten, war das Partnership Programm sehr beliebt.

Duch die Entwicklung in den 90er Jahren, in denen Auslandsaufenthalten eine immer größere Bedeutung beigemessen wurde, erlangte auch AIFS einen höheren Bekannt- heitsgrad. AIFS Programme wurden auch in Australien und Südafrika eingeführt und Richmond, die American International University in London vermittelte nun auch Praktika für ihre Studenten.

Der Online-Auftritt von AIFS, erfolgreiche Marketingkonzepte, das richtige Gespür für neue internationale Programme, sowie die professionellen und motivierten Mitarbeiter führten zu einem Anstieg der Teilnehmerzahlen. Besonders die Programme Camp America und Au Pair in America florierten.

Ende der 90er Jahre übernahm AIFS die deutsche Austauschorganisation Gesellschaft für Internationale Jugendkontakte (GIJK) in Deutschland sowie Au pair Discover in Südafrika. Aus GIJK wurde AIFS Deutschland und Au Pair Discover wurde in AIFS South Africa umbenannt. Nun konnten auch junge Leute aus Deutschland und Südafrika an Camp America und Au Pair in America oder an einem High School Jahr teilnehmen.

Kurz darauf eröffnete AIFS Büros in Melbourne, Sydney und Warschau. Schließlich wurde auch das amerikanische Büro in Greenwich zu klein, so dass man nach Stamford, Connecticut zog, wo sich AIFS heute noch befindet.