Farmwork and Travel Japan

Arbeiten auf der Farm

Nach den ersten Tagen in Tokyo fährst du eigenständig und auf eigene Kosten zur Farm. Unser Partner vor Ort hilft dir natürlich bei der Planung und Organisation der Anreise.

Falls du noch nicht gut genug Japanisch sprichst, machst du zuerst einen Anfängerkurs in Tokyo und beginnst danach dein Farmwork Abenteuer.

Dein Arbeitstag startet in der Regel früh und du wirst wie ein vollwertiges Farmmitglied behandelt. Aber keine Sorge: an zwei Tagen der Woche kannst du ausschlafen und hast Freizeit. Für deine Arbeit erhältst du einen Lohn, von dem du Unterkunft und Verpflegung bezahlst. In der Regel bleibt noch Geld für Freizeitaktivitäten und Reisen übrig. Im Durchschnitt kannst du in den 4 Wochen mit einem Verdienst von etwa 500€ rechnen.

Das Farmwork and Travel Japan Programm ermöglicht es dir, Einblicke in das Alltagsleben auf einem typisch japanischen Farmbetrieb zu gewinnen.

Während deines Farmaufenthalts hilfst du den Farmern bei den täglich anfallenden Arbeiten. Ein sehr vielfältiges Arbeitsfeld erwartet dich: neben Garten- und Erntearbeiten müssen z.B. häufig Tiere versorgt und gefüttert werden. Und natürlich fallen auch immer Reinigungs- und Ausbesserungstätigkeiten an.

Farmen und Aufgabenbereiche

Je nachdem auf welcher Farm du platziert wirst, kann der Aufgabenbereich unterschiedlich ausfallen.

  • Dauer und Arbeitszeit

    Die Dauer deines Farmaufenthaltes beträgt 4 Wochen. Deine Arbeitszeiten können abhängig von der Farm variieren. Meist betragen sie 7-9 Stunden am Tag und beginnen, wie es sich in einem landwirtschaftlichen Betrieb gehört, recht früh. Dir stehen ein bis zwei freie Tage die Woche zu, an denen du ausschlafen kannst.

    Wenn dein Aufenthalt auf der Farm vorbei ist, hast du die Möglichkeit durch Japan zu reisen und hast weiterhin eine Arbeitserlaubnis.  Insgesamt darfst du dich zwölf Monate in Japan aufhalten. 

  • Unterkunft und Verpflegung

    Gegen einen Betrag deiner Vergütung auf der Farm erhältst du Unterbringung und Verpflegung. Somit bleiben deine Ausgaben sehr gering und du kannst für deine Reisen und Freizeitaktivitäten sparen. 

    Welche Schlafmöglichkeiten dir zur Verfügung stehen ist von der Farm abhängig. In der Regel erfolgt die Unterbringung im Einzel- oder Mehrbettzimmer (zusammen mit anderen Travellern) im Haus. Gewiss wirst du die traditionelle japanische Küche kennen lernen, da die Verpflegung auf der Farm geregelt wird. Mit einem Farmwork Aufenthalt erlebst du hautnah den Alltag und die japanische Kultur fernab von den hektischen Mega-Städten.

  • Wir vermitteln Jobs auf folgenden Farmen:

    • Landwirtschaftliche Betriebe, auf denen Gemüse, Obst und/oder Getreideprodukte angebaut werden
    • Vieh- und/oder Milchbetriebe mit Kühen, Schafen, Ziegen sowie Geflügel
    • Farmen, die Produkte wie Käse, Honig oder auch Marmelade in Eigenregie herstellen
    • Farmen, die alle drei oben genannten Kriterien erfüllen

    Egal auf welche Farm es dich verschlagen wird, du wirst auf jeden Fall viel über das Hofleben lernen: vom Ernten der Feldfrüchte und der Versorgung der Tiere bis hin zur Produktion und Weiterverarbeitung der Ernteerzeugnisse. Ganz nebenbei verbesserst du zudem deine Japanischkenntnisse.

Regionenwahl

Die Farmen, mit denen wir zusammenarbeiten, sind in ganz Japan verteilt und du kannst entscheiden in welche Region es geht:

  • Hokkaido

    Hokkaido ist die zweitgrößte und nördlichste der vier Hauptinseln des Landes. Die Sommermonate sind trocken und warm und in den Wintermonaten dominieren meterhoher Schnee und Eis. Eines der Hauptereignisse in dieser Region ist das Sapporo Yuki Matsuri (Schneefest), welches jedes Jahr im Februar stattfindet und die Stadt Sapporo eine Woche lang in ein großes Winterparadies mit riesigen Kunstwerken aus Eis verwandelt. Ebenfalls sehr bekannt in der Region sind die heißen Quellen, die zum Baden und Entspannen einladen. Ein kulinarisches Highlight ist der frische Fisch, den man hier fast überall findet.

    Die Anreise von der Unterkunft in Tokyo bis zur Farm in Hokkaido kann etwa 165 Euro kosten und beinhaltet auch den Hin- und Rückflug von Tokyo nach Sapporo.

  • Tohoku

    Diese Gegend von Japan gehört zu den traditionelleren Regionen, in denen man die historische japanische Lebensweise kennenlernen kann. Besonders berühmt ist hier das Schloss Hirosaki, wo jährlich zwischen April und Mai ein großes Kirschblütenfest stattfindet. In der Region Tohoku sind die Großstädte eher zweitrangig und man sollte sich lieber auf das vulkanische Hinterland konzentrieren. In den Bergen liegen hunderte von heißen Quellen und die langen Felsküsten sind für ihre atemberaubende Schönheit bekannt.

    Die Anreise von der Unterkunft in Tokyo bis zur Farm in Tohoku kann zwischen 70 und 150 Euro kosten und beinhaltet auch die Reise per Shinkansen oder Langstreckenbus.

  • Kanto inkl. dem Umland von Tokyo, Hokuriku, Tokai

    In der Kanto Region herrscht ein ausgeglichenes Klima, wodurch vor allem Früchte in großen Mengen angebaut werden. Temperaturen rangieren von um die 30 Grad im Sommer bis zu lauen 10 Grad im Winter. Südlich von Tokyo befindet sich die alte Hauptstadt Kamakura, wohin ein Ausflug vor allem während der Herbstsaison sehr zu empfehlen ist. Eine Stunde nördlich von Tokyo, in der Kawagoe Gegend, liegt das „Kleine Edo“, eine Gegend voller Straßen aus dem Edo Zeitalter. Weitere beliebte Ziele im Norden Kantos sind die berühmten Onsen, die heißen Quellen und im Winter die vielen Ski Resorts. Ebenfalls im Norden befindet sich auch der berühmte Kairaku-en Park, in welchem man im März das Pflaumenfest inmitten von über 3.000 Pflaumenbäumen genießen kann.

    Die Anreise von der Unterkunft in Tokyo bis zur Farm in Kanto kann je nach Verkehrsmittel zwischen 70 und 130 Euro kosten und beinhaltet auch die Reise per Shinkansen oder Langstreckenbus.

  • Shikoku/ Kyushu im Süden

    Bis zur Fertigstellung der ersten Brücke zwischen Honshu und Shikoku in 1988 waren die Bewohner der kleinsten der vier Hauptinseln Japans relativ isoliert vom Rest Japans, was sich bis heute noch manchmal bemerkbar macht. Das Klima auf Shikoku ist mild und mediterran. Falls es die Zeit erlaubt, kann man den berühmten Pilgerweg vorbei an den 88 Tempeln begehen. Da man für den 1200 Kilometer langen Rundweg zu Fuß mindestens 40 Tage benötigt, lassen sich auch viele Pilger in klimatisierten Reisebussen von Tempel zu Tempel fahren. In Tokushima, einer Stadt in der südöstlichen Region Shikokus, findet jedes Jahr vom 12. bis zum 15. August der berühmte vier-tägige Awa Odori Tanz statt.

    Die Anreise von der Unterkunft in Tokyo bis zur Farm in Shikoku kann etwa 200 Euro kosten und beinhaltet auch die Reise per Shinkansen.

  • Okinawa

    Früher unter dem Namen Ryukyu-Inseln bekannt, ist diese südliche Inselkette entweder per Schiff oder mit dem Flugzeug zu erreichen. Mit einem Fährschiff braucht man von Tokyo aus zwei Tage. Auf Okinawa erlebt man ein ganz anderes Japan als man es von den Hauptinseln gewohnt ist. Durch die Abgeschiedenheit und das subtropische Klima gibt es auf Okinawa Tier- und Pflanzenarten, die man in ganz Japan nicht (mehr) finden kann. Außer schöner Natur bietet Okinawa auch ein breites kulturelles Angebot, wie z.B. das Schloss Shuri, das die Residenz der Könige des ehemaligen Ryukyu-Reiches war. Außerdem ist Okinawa die Geburtsstätte einiger Kampfsportarten, darunter Karate, und bietet hervorragende Kampfkunstzentren.

    Die Anreise von der Unterkunft in Tokyo bis zur Farm in Okinawa kann etwa 250 Euro kosten und beinhaltet auch den Hin- und Rückflug von Tokyo nach Naha.